
The German Left and Aesthetic Politics: Cultural Politics Between the Second and Third Internationals
Die deutsche Linke und die ästhetische Politik untersucht die Artikulation konkurrierender materialistischer ästhetischer Praktiken innerhalb der ideologischen Brüche der deutschen Linken zwischen der Zweiten und Dritten Internationale. Sie stützt sich auf die wichtigsten literaturkritischen Beiträge von Franz Mehring als Vertreter der Zweiten und von Karl Wittfogel und Georg Lukacs als Vertreter der Dritten Internationale.
Beide Parteien konzentrierten sich auf das bürgerlich-revolutionäre Kulturerbe und darauf, wie dieses als Vorbild dienen könnte. Nach der Novemberrevolution 1918 stellte jedoch eine politisch radikale Avantgarde diese Tradition in Frage.
Persönlichkeiten und Institutionen wie die Berliner Dadaisten, Piscators proletarisches Theater und Bertolt Brecht sowie dissidente marxistische Intellektuelle wie Karl Korsch und Fritz Sternberg stellten andere Fragen und gaben andere Antworten. Die Betrachtung der Kontexte und Inhalte dieses Austauschs ermöglicht es dem Leser, die wichtige Rolle zu verstehen, die den kulturellen Fragen beim Aufbau der „dritten Säule des Sozialismus“, seiner integrativen Dimension, zukommt.