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The Digital Frontier: Infrastructures of Control on the Global Web
Das globale Web und sein digitales Ökosystem können als Instrumente der Emanzipation, der Kommunikation und der Wissensverbreitung oder als Mittel der Kontrolle betrachtet werden, die durch Kapitalismus, Überwachung und Geopolitik angetrieben werden.
The Digital Frontier hinterfragt das World Wide Web und das digitale Ökosystem, das es hervorgebracht hat, um aufzuzeigen, wie seine Konventionen, Protokolle, Standards und algorithmischen Regeln eine neue Form globaler Macht darstellen. Sangeet Kumar zeigt die Funktionsweise dieser Macht durch die "Kontrollinfrastrukturen" des Webs, die an Orten sichtbar werden, an denen die universalisierenden Imperative des Webs auf lokale Werte, Normen und Kulturen treffen. Dazu gehört, wie die Idee des "globalen Gemeinwohls" von digitalen Oligopolen als Trick benutzt wird, um ihre privaten Bereiche zu erweitern, wie scheinbar kollaborative Räume gleichzeitig ausschließend sein können, da sie legitimes Wissen regulieren, wie das Selbstsein online entlang eurozentrischer Ideale neu definiert wird und wie die politische Herausforderung des Webs von souveränen Nationalstaaten unterschiedlich empfunden wird.
Durch die Analyse dieser neuen Modalität kultureller Macht im globalen digitalen Ökosystem ist The Digital Frontier eine wichtige Lektüre für Wissenschaftler, Aktivisten, Akademiker und Studenten, die von dem utopischen Traum eines wirklich repräsentativen globalen digitalen Netzwerks inspiriert sind.