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Seeing Things: Deepening Relations with Visual Artefacts
Reihe Gifford Lectures, 2007. Seeing Things ist ein höchst originelles Buch, das für alle Fachbereiche der Menschheit, einschließlich Bildwissenschaften, Theologie, Kunstgeschichte, Soziologie, Anthropologie und Ethik, von Interesse sein wird.
Das Buch befasst sich eingehend mit der Erfahrung der Wahrnehmung von visuellen Objekten, von der hohen Kunst bis hin zu Alltagsgegenständen. Es befasst sich insbesondere mit den Problemen, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie wir in der westlichen Kultur die Welt und die Dinge betrachten, und regt dazu an, die Welt kritischer, umfassender und weiter zu betrachten und zu visualisieren. Das Sehen ist eine der wichtigsten Arten, wie wir die Welt wahrnehmen und uns zu ihr in Beziehung setzen, und doch wird es meist vorausgesetzt, anstatt aktiv darüber nachzudenken.
Objekte, die als Kunst bezeichnet werden, und der Bereich der Ästhetik ziehen eine gewisse aktive Aufmerksamkeit und Reflexion auf sich, aber der größte Teil der sichtbaren Welt wird im Zusammenhang mit dem, was Pattison als unsere "gewöhnliche Blindheit" bezeichnet, ignoriert. Das Buch argumentiert, dass das Spektrum der Dinge, die wir zu sehen und zu bewerten wählen, willkürlich und begrenzt ist und dass die Art und Weise, wie wir uns zu Dingen und Objekten verhalten, meist grob und unausgewogen ist.
Pattison vertritt die Ansicht, dass es wünschenswert ist, die Beziehungen zu allen Arten von sichtbar wahrgenommenen Objekten, von klassischen Skulpturen bis hin zu Tennisschlägern, stärker auf die Person zu beziehen. Wenn wir beginnen, diese personenähnliche Beziehung zu den Dingen anzuwenden, überschreiten wir die westliche säkulare und religiöse Praxis und den Glauben, der behauptet, dass der Bereich des Gefertigten "tot" ist und daher von den Menschen genau so behandelt werden kann, wie sie es wünschen, ohne Rücksicht.
Pattison argumentiert, dass diese personenähnliche Beziehung nicht bedeutet, die Welt zu reanimieren oder zu re-sakramentalisieren, sondern er plädiert für die Beobachtung und Erforschung der tatsächlichen Phänomenologie des Objekts.