Bewertung:

Der Dolmetscher ist ein gut geschriebener historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht und von den Erlebnissen des Vaters von Isabella Pallavicini im Zweiten Weltkrieg erzählt. Die Erzählung wird durch persönliche Berichte bereichert und bietet eine einzigartige italienische Perspektive auf den Krieg, wobei Themen wie Liebe, Freundschaft und Aufopferung inmitten von Widrigkeiten hervorgehoben werden.
Vorteile:⬤ Fesselnde Erzählung, die auf wahren Begebenheiten beruht
⬤ einzigartige italienische Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg
⬤ hebt persönliche und gesellschaftliche Kämpfe während des Krieges hervor
⬤ Einbeziehung zusätzlicher Ressourcen wie eines Familienstammbaums
⬤ vermischt Memoiren mit historischer Fiktion
⬤ gut recherchiert und aufschlussreich.
Begrenzt auf den spezifisch italienischen Kontext, der möglicherweise nicht die breiteren Ereignisse des Zweiten Weltkriegs abdeckt; könnte Leser nicht ansprechen, die nicht-italienische Perspektiven oder mehr actionorientierte Handlungen suchen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Interpreter
Enzo ist das Kind einer italienischen Familie, die in die Schweiz ausgewandert ist. Die Sommer seiner Kindheit verbringt er auf Sizilien, wo er in die dortige Lebensweise eintaucht und den italienischen Familiensinn lieben lernt. 1942 wird er gezwungen, sein Studium in Deutschland abzubrechen, als er zum Kriegseinsatz nach Italien eingezogen wird. Er wird als Dolmetscher in Rom und auf der Insel Lampedusa eingesetzt. Auch seine Cousins werden in den Krieg hineingezogen: Sie arbeiten als Jagdflieger, als Priester im Vatikan, der Flüchtlingen hilft, und als Partisanen. Ein anderer von ihnen fungiert als Vermittler zwischen der Mafia und dem amerikanischen Geheimdienst, eine Zusammenarbeit, die in den Berichten über diese Epoche der Geschichte nur selten erwähnt wird. Enzo wird Zeuge der Invasion Siziliens durch das amerikanische und britische Militär, und als sich der Krieg dem Ende zuneigt, beschließt er, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg nach Hause zu machen.
Der Roman schildert in stimmungsvollen Bildern das Leben in Sizilien vor dem Zweiten Weltkrieg, bevor Enzo und seine Cousins, wie auch zahllose andere ihrer Generation, in einen schrecklichen Konflikt hineingezogen werden, der die nationalen Grenzen überschreitet, ihnen aber die Hoffnung auf Frieden und Freiheit nicht nehmen kann.
Der Dolmetscher basiert auf wahren Begebenheiten. Isabella Pallavicini erzählt die Geschichte der Kriegserlebnisse ihres Vaters anhand fiktionalisierter Personen, Orte und Handlungen.