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The Meddlers: Sovereignty, Empire, and the Birth of Global Economic Governance
The Meddlers" ist eine augenöffnende, unverzichtbare neue Geschichte, die unsere internationalen Finanzinstitutionen in den Übergang von einer durch das Imperium definierten Welt zu einer Welt der in die Weltwirtschaft verstrickten Nationalstaaten stellt.
--Adam Tooze, Columbia University
Eine bahnbrechende Geschichte zeichnet die Ursprünge der globalen Wirtschaftsordnung - und die politischen Konflikte, die sie hervorbringt - bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg nach.
Internationale Wirtschaftsinstitutionen wie der Internationale Währungsfonds und die Weltbank üben einen unglaublichen Einfluss auf die Innenpolitik vieler Staaten aus. Diese Institutionen gehen auf das Ende des Zweiten Weltkriegs zurück und haben während der neoliberalen Ära des späten zwanzigsten Jahrhunderts an Macht gewonnen. Doch wie Jamie Martin zeigt, müssen wir, wenn wir ihre tieferen Ursprünge und die Ideen und Dynamiken, die ihre umstrittene Macht geformt haben, verstehen wollen, zu den explosiven politischen Kämpfen zurückkehren, die mit der Geburt der globalen Wirtschaftsregierung im frühen zwanzigsten Jahrhundert einhergingen.
The Meddlers erzählt die Geschichte der ersten internationalen Institutionen, die die Weltwirtschaft regeln sollten, darunter der Völkerbund und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die nach dem Ersten Weltkrieg gegründet wurden. Diese Institutionen statteten Beamte, Bankiers und Kolonialbehörden aus Europa und den Vereinigten Staaten mit außergewöhnlichen Befugnissen aus: Sie konnten Sparmaßnahmen durchsetzen, die Politik unabhängiger Zentralbanken koordinieren, Entwicklungsprogramme überwachen und die Rohstoffpreise regulieren. In einer höchst ungleichen Welt standen sie vor einer neuen politischen Herausforderung: War es möglich, in souveräne Staaten und Imperien einzugreifen, um die nationale Wirtschaftspolitik zu beeinflussen, ohne eine Gegenreaktion auszulösen?
Martin folgt den heftigen politischen Konflikten, die durch die ersten internationalen Bemühungen um eine Regulierung des Kapitalismus ausgelöst wurden - vom Weimarer Deutschland bis zum Balkan, vom nationalistischen China bis zum kolonialen Malaya, von der chilenischen Wüste bis zur Wall Street. The Meddlers zeigt, dass die heiklen Probleme der Souveränität und Demokratie, die von Institutionen wie dem IWF aufgeworfen werden, nicht erst mit der Globalisierung des späten 20. Jahrhunderts auftreten, sondern bereits in einer früheren Periode des imperialen Wettbewerbs, des Weltkriegs und der Wirtschaftskrise entstanden sind.