
Eliminating the Universe: Logical Properties of Natural Language
Dieses Buch fasst die Arbeit des Autors (1980er-2015) über die logische Ausdruckskraft der natürlichen Sprache zusammen. Es erweitert die Werkzeuge und Konzepte der Modelltheorie, wie sie in der Prädikatenlogik (höherer Ordnung) verwendet werden, auf die Untersuchung der Semantik natürlicher Sprachen.
Sie konzentriert sich auf boolesche Strukturen, verallgemeinerte Quantifizierung (getrennt von der Variablenbindung) und deckt einige Fälle von Anaphora ab. Verschiedene Kategorien - Prädikate, Adjektive, Quantoren - werden durch nicht-isomorphe boolesche Gatter modelliert. Von empirisch-linguistischem Interesse ist die Ausdrucksfähigkeit vieler natürlicher Klassen von Quantoren, die durch ihre logischen (automorphismusinvarianten) Eigenschaften definiert sind.
Einige dieser Klassen korrelieren mit Klassen, die in der generativen Grammatik syntaktisch verwendet werden. In anderen Fällen finden wir allgemeine (möglicherweise universelle) Beschränkungen für mögliche Quantorenbezeichnungen in der natürlichen Sprache.
Von neuartigem logischem Interesse sind auch Entailment-Paradigmen, die von Beziehungen zwischen Paaren oder Tripeln von verallgemeinerten, quantifizierenden Ausdrücken abhängen, die in einigen Fällen von Natur aus vage sind. Darüber hinaus stellen wir neuartige binäre Quantoren fest, die jenseits der "Frege-Grenze" liegen, da sie nachweislich nicht mit einer iterierten Anwendung von unären Quantoren identisch sind.
Von philosophischem Interesse ist die Existenz von Modellen, die dieselben Sätze wahr machen wie Standardmodelle, denen aber ein Universum und damit scheinbar ein Begriff von "Referenz" fehlt. Darüber hinaus lassen sich diese Modelle zu Modellen verallgemeinern, in denen wir (einige) intensionale Ausdrücke ohne die Verwendung neuer ontologischer Objekte wie "mögliche Welten" oder "Propositionen" darstellen können.