Bewertung:

Das Buch über die Entstehung des modernen koptischen Papsttums von Dr. Magdi Guirguis und Professor Nelly van Doorn-Harder wird für seinen gründlichen akademischen Ansatz und seine gründliche Forschung über fünf Jahrhunderte koptischer Kirchengeschichte gelobt. Es füllt eine Lücke in der Forschung über die koptische Kirche und bietet Einblicke in die Entwicklung der Kirche und ihre heutige Bedeutung inmitten der weltweiten Diasporagemeinschaften.
Vorteile:⬤ Die eingehende Untersuchung von fünf Jahrhunderten koptischer Kirchengeschichte
⬤ füllt eine bedeutende Lücke in der Wissenschaft
⬤ multidisziplinäre Forschung unter Einbeziehung verschiedener Archivmaterialien
⬤ wertvolle Einblicke in die Erfahrungen der koptischen Patriarchen während des Osmanischen Reiches
⬤ relevant für das Verständnis des modernen koptischen Papsttums und seiner internationalen Rolle.
In der Rezension werden keine spezifischen Nachteile genannt, aber ein möglicher Nachteil könnte sein, dass das Buch für Gelegenheitsleser, die mit koptischen Studien nicht vertraut sind, zu akademisch oder dicht sein könnte.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Emergence of the Modern Coptic Papacy: The Popes of Egypt, Volume 3
Eine maßgebliche Geschichte des koptischen Papsttums von der osmanischen Ära bis zur Gegenwart, neu im Taschenbuch
Dieser dritte und letzte Band der Reihe Die Päpste Ägyptens umspannt die fünf Jahrhunderte von der Ankunft der Osmanen im Jahr 1517 bis zur Gegenwart. Über die Kopten während der osmanischen Zeit wurde bisher kaum ein wissenschaftliches Werk geschrieben. Anhand von Hof-, Finanz- und Bauakten sowie Archiven des koptisch-orthodoxen Patriarchats und der Klöster hat Magdi Guirguis die Autorität der Päpste und die Organisation der koptischen Gemeinschaft in dieser Zeit rekonstruiert. Er zeigt, dass die Päpste zu Beginn der osmanischen Herrschaft die volle Autorität über ihre Anhängerschaft hatten und über Fragen wie Heirat und Konkubinen bis hin zu zivilrechtlichen Streitigkeiten entschieden. Mit dem Aufstieg der koptischen Honoratioren übernahmen diese nach und nach die Rolle des Papstes, und erst zur Zeit Muhammad Alis erlangten die Päpste ihre frühere Autorität zurück.
Im zweiten Teil des Buches analysiert Nelly van Doorn-Harder, wie sich der Führungsstil der koptischen Päpste mit dem Anbruch der Moderne im neunzehnten Jahrhundert zwangsläufig drastisch veränderte. In dem Maße, wie sich die soziale, politische und religiöse Landschaft Ägyptens dramatisch veränderte, erlebte die koptische Kirche quasi eine Renaissance und entwickelte sich von einer lokalen zu einer globalen Institution. Darüber hinaus geht sie auf die politischen, religiösen und kulturellen Probleme ein, mit denen die Patriarchen konfrontiert waren, als sie die koptische Gemeinschaft ins 21.