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The Making of Jordan: Tribes, Colonialism and the Modern State
Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts war Jordanien, wie ein Großteil des Nahen Ostens, eine lose Ansammlung von Stämmen. Zum Zeitpunkt seiner Unabhängigkeit im Jahr 1946 verfügte das Land über die am stärksten verankerten staatlichen Strukturen in der arabischen Welt.
Auf der Grundlage bisher ungenutzter Quellen untersucht Yoav Alon, wie die verschiedenen Clan-Netzwerke Jordaniens mit Hilfe der britischen Kolonialverwaltung in die Haschemitische Monarchie integriert wurden. Aus der Perspektive der Basis betrachtet Alon, wie sich die von den Osmanen eingeführten schwachen staatlichen Institutionen im britisch verwalteten Jordanien entwickelten. Er zeigt, wie diese Institutionen die Strukturen der Stammesgesellschaft übernahmen und eine charakteristische Mischung aus moderner Staatlichkeit und Stammeskonföderation hervorbrachten, die Jordanien bis heute kennzeichnet.
In der Geschichte der jordanischen Transformation tauchen Schlüsselfiguren auf, wie John Glubb, der charismatische Kommandeur der Arabischen Legion, der die Macht der Nomadenstämme erkannte und versuchte, sie für die britische Staatsgründungsagenda nutzbar zu machen. Alons innovativer Ansatz zu den Ursprüngen des modernen Jordaniens bietet neue Einblicke nicht nur in Jordanien selbst, sondern auch in den Kolonialismus, die Moderne und die Entwicklung des Staates im Nahen Osten.