
The Evolution of China's Anti-Poverty Strategies: Cases of 20 Chinese Changing Lives
Dieses frei zugängliche Buch präsentiert die Ergebnisse der drei Jahrzehnte währenden Untersuchungen des Autors zu Chinas sich entwickelnden Strategien zur Armutsbekämpfung. Er argumentiert, dass ein Großteil der Milliarden, die die Staaten jährlich für Wirtschaftshilfe ausgeben, ineffizient eingesetzt wird oder nur die Symptome, nicht aber die Ursachen der Armut behandelt. China hat jedoch eine wirksame und nachhaltige Alternative entwickelt, indem es die Mittel zur Selbstversorgung bereitstellt, um nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die geistige Armut zu bekämpfen. Daher ist der Erfolg von Chinas historischem Kampf gegen die Armut nicht nur einer visionären Führung von oben nach unten zu verdanken, sondern auch den von unten nach oben gerichteten Initiativen einer befähigten Bevölkerung, die sich unbeirrt für die Beseitigung der Armut einsetzt.
Von 1993 bis 2019 fuhr der Autor mehr als 200.000 km durch China und interviewte Hunderte von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, um die Entwicklung der chinesischen Strategien zur Armutsbekämpfung zu erforschen, die sich von simplen Hilfs- und Umverteilungsmaßnahmen, die oft zu Abhängigkeit und geistiger Armut führten, lösten. Mit der Zeit verlagerte sich die Philosophie auf die Stärkung der Eigenverantwortung - oder wie die Chinesen es ausdrücken: "Blutproduktion statt Bluttransfusion". Die wichtigste Methode zur Stärkung der Eigenständigkeit war die Bereitstellung einer modernen Infrastruktur: "Erst die Straßen, dann der Reichtum", so dass die Landbewohner in der abgelegenen Inneren Mongolei oder in den Himalaya-Höhen Tibets denselben Zugang zu Märkten, Arbeitsplätzen und Internet für den elektronischen Handel hatten wie ihre städtischen Mitbürger. Menschen, die die Chancen nutzten und zuerst zu Wohlstand kamen, setzten dann ihren neu erworbenen Reichtum und ihre Erfahrung ein, um anderen zu helfen.
Zu den Geschichten in diesem Buch gehören die eines tibetischen Unternehmers, dessen Familie verarmt war, obwohl er 300 Jahre lang dem Panchen Lama diente, oder die eines Bauernmädchens mit vier Jahren Schulbildung, das heute mehrere internationale Schulen, ein Biotechnologieunternehmen und Projekte zur Armutsbekämpfung in ganz China betreibt, oder die eines Fotografen, der 40 000 km durch Wüsten wanderte, um über die drohende Wüstenbildung zu berichten. Ihre Geschichten verdeutlichen, wie die unterschiedlichsten Menschen in ganz China dazu beigetragen haben, dass China die absolute Armut erfolgreich bekämpfen konnte, und warum die Chinesen heute zuversichtlich sind, eine "gemäßigt wohlhabende Gesellschaft" zu erreichen.