
Inventing the American Primitive: Politics, Gender and the Representation of Native American Literary Traditions, 1789-1936
Die amerikanische Mainstream-Kultur war schon immer von der Vorstellung des Primitiven fasziniert, insbesondere in der Form, wie es von den amerikanischen Ureinwohnern verkörpert wird. In Inventing the American Primitive veranschaulicht Helen Carr, wie die Reaktionen auf die Existenz indianischer Traditionen die Vorstellungen von amerikanischer Identität und amerikanischer Literatur geprägt haben.
Inventing the American Primitive untersucht ein literarisches und anthropologisches Werk, das Mythen und Poesie der amerikanischen Ureinwohner beschreibt, beschreibt, übersetzt und transformiert. Carr stützt sich auf postkoloniale und feministische Theorien sowie auf die jüngste textuelle Wende in der Ethnographie und zeigt die Konflikte und Ambivalenzen in diesen Texten auf. Die untersuchten Schriftsteller und Anthropologen versuchten mit ihren Schriften eine Kultur zu bewahren, die ihr Land mit ihrer Hilfe oder Duldung zu zerstören suchte.
Die Widersprüche und Spannungen, die sich aus dieser Haltung ergeben, ziehen sich durch ihr gesamtes Werk. Obwohl es in dieser Geschichte keine einfache Fortschrittsgeschichte gibt, die sich vom Primitivismus des 18.
Jahrhunderts bis zur Moderne des 20. Jahrhunderts erstreckt, zeigt das Buch den Prozess, durch den der Reichtum und die Komplexität der indianischen Traditionen anerkannt wurden.
Inventing the American Primitive bietet eine radikal neue Lesart der amerikanischen Literaturgeschichte sowie neue Einblicke in die starke Anziehungskraft des Primitivismus in der Kultur der Vereinigten Staaten und in die Wechselwirkungen von Geschlechter- und Rassenideologien.