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The Invention of the Self: Personal Identity in the Age of Art
Dieses Buch ist eine Untersuchung der persönlichen Identität und erforscht sowohl, wer wir glauben zu sein, als auch, wie wir unser Selbstverständnis durch Kunst konstruieren. Es geht davon aus, dass der Begriff der persönlichen Identität eine psychosoziale Konstruktion ist, die sich über viele Jahrhunderte entwickelt hat.
Während diese Idee in den letzten Jahren viel diskutiert wurde, nähert sich Andrew Spira ihr von einem völlig neuen Standpunkt aus. Anstatt sich auf die Versuche des denkenden Subjekts zu verlassen, sich bewusst und verbal zu identifizieren, konzentriert er sich auf die Spuren, die das Selbstgefühl unbewusst in Form von nonverbalen kulturellen Konventionen in der Struktur seiner Umwelt hinterlassen hat. Sie umfasst ein Jahrtausend westeuropäischer Kulturgeschichte und läuft auf eine "Anthropologie der persönlichen Identität im Westen" hinaus.
In einem weitgehend chronologischen Ablauf zeichnet Spira den Weg des Selbstsinns von seiner Entstehung aus der Kollektivität der mittelalterlichen Kirche bis zu seiner Vollendung im individualistischen Konzept des künstlerischen Genies im neunzehnten Jahrhundert nach. Jahrhundert.
Damit will er eine Lücke schließen, die zwischen Kulturgeschichte und Philosophie besteht. Was die Kulturgeschichte (insbesondere die Kunstgeschichte) betrifft, so entlockt sie ihrem Material Bedeutungen, die bisher gründlich übersehen wurden.
In Bezug auf die Philosophie hebt sie die entscheidende Rolle hervor, die die materielle Kultur bei der Bildung philosophischer Ideen spielt. Es wird argumentiert, dass der Sinn des persönlichen Selbst ebenso sehr durch kulturelle Konventionen - und als kulturelle Konvention - offenbart wird, wie er für den Verstand als Objekt philosophischer Untersuchung beobachtbar ist.