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Remembering the Troubles: Contesting the Recent Past in Northern Ireland
Der Historiker A. T. Q. Stewart bemerkte einmal, dass in Irland alle Geschichte angewandte Geschichte ist, d. h., dass die Beschäftigung mit der Vergangenheit den politischen Konflikt mit anderen Mitteln verfolgt. In der Tat steht die Vergangenheitsbewältigung auch fast zwanzig Jahre nach dem Belfaster Abkommen von 1998 ganz oben auf der politischen Tagesordnung in Nordirland. Die Aufsätze in diesem Band, die von führenden Experten aus den Bereichen irische und britische Geschichte, Politik und internationale Studien verfasst wurden, untersuchen die Art und Weise, wie konkurrierende "soziale" oder "kollektive Erinnerungen" an die nordirischen "Unruhen" die politische Landschaft nach dem Konflikt weiterhin prägen.
Die Autoren dieses Bandes nehmen eine Vielzahl von Perspektiven ein: die Version der provisorischen Republikaner über die Ereignisse ebenso wie die ihres offiziellen republikanischen Gegners; das Verständnis der Loyalisten über die jüngste Vergangenheit ebenso wie die autorisierte Darstellung der britischen Armee; die Bedeutung des Gedenkens und der Erinnerungsarbeit für die irisch-republikanische Kultur und die individuelle Erinnerung eines der in den Konflikt verwickelten Nichtkombattanten. Die Aufsätze sind präzise, scharf fokussiert und reich an lokalen Details und leisten einen bedeutenden Beitrag zur aufkeimenden Literatur über Geschichte und Erinnerung. Das Buch ist für Studenten und Wissenschaftler der Irischen Studien, der zeitgenössischen britischen Geschichte, der Gedächtnisforschung, der Konfliktlösung und der Politikwissenschaft von Interesse.
Mitwirkende: Jim Smyth, Ian McBride, Ruan O'Donnell, Aaron Edwards, James W. McAuley, Margaret O'Callaghan, John Mulqueen, und Cathal Goan.