Bewertung:

Das Buch „Die Ermordung der Juden in Lettland“ von Bernhard Press ist ein sehr persönlicher und wissenschaftlicher Bericht über den Holocaust in Lettland, der die Mitschuld der lettischen Gesellschaft an den Gräueltaten an den Juden detailliert beschreibt. Es verbindet historische Fakten mit den persönlichen Erfahrungen des Autors und bietet nicht nur ein Zeugnis der Geschichte, sondern auch ein Zeugnis für die Kämpfe der Überlebenden des Holocaust. Das Buch ist sowohl eine Anklage gegen die nationalsozialistischen und lettischen Täter als auch ein Mahnmal für die Opfer, das die Komplexität von Erinnerung, Schuld und historischer Verantwortlichkeit aufzeigt.
Vorteile:⬤ Gründlich recherchiert und mit detaillierten Berichten
⬤ verbindet Geschichte mit persönlichen Erzählungen
⬤ dient als Mahnmal für die Opfer
⬤ regt zur Erinnerung an die Vergangenheit an
⬤ ist informativ und ausgewogen geschrieben, ohne übermäßige Emotionen
⬤ beleuchtet die Komplexität der lettischen Verstrickung während des Holocausts.
⬤ Einige Leser könnten die Perspektive des Autors als weniger objektiv empfinden
⬤ das Buch kann aufgrund seiner schweren Thematik eine Herausforderung sein
⬤ es gibt keine Kindle-Ausgabe
⬤ präsentiert ein nüchternes Bild der lettischen Gesellschaft, das für einige unangenehm sein könnte
⬤ bietet keinen rein historischen Bericht, sondern konzentriert sich auf persönliche Erfahrungen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
The Murder of the Jews in Latvia: 1941-1945
Ende Juni 1941 fiel Lettland in die Hände der Deutschen.
Dieses Buch ist ein Bericht über das Leben und den Tod während der anschließenden Schreckensherrschaft der Nazis. Press beschreibt seine Flucht aus dem Rigaer Ghetto, seine drei Jahre im Versteck und die Prüfungen, die die überlebenden Juden in Riga nach der „Befreiung“ durch die Rote Armee erwarteten.
Indem er seine eigenen erschütternden Erfahrungen schildert und die Notlage der osteuropäischen Juden schildert, die mit dem Antisemitismus ihrer Heimatländer, der Deutschen und der Sowjets konfrontiert waren, deckt Press ein verlorenes Kapitel der Geschichte des Holocausts wieder auf.