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The Conquest of Ainu Lands: Ecology and Culture in Japanese Expansion,1590-1800
Diese vorbildliche Monografie ist die erste wissenschaftliche Studie, die die Ainu - die Ureinwohner von Ezo, der nördlichsten Insel des japanischen Archipels - in den Mittelpunkt einer Untersuchung der japanischen Expansion im 17.
und 18. Jahrhundert, dem Höhepunkt der Tokugawa-Shogun-Ära, stellt.
Inspiriert von den "neuen westlichen" Historikern der Vereinigten Staaten, positioniert Walker Ezo nicht als Japans nördliche "Grenze", sondern als Grenzland oder Mittelweg. Indem er seine Studie zwischen den kulturellen und ökologischen Welten der Ainu vor und nach zwei Jahrhunderten anhaltenden Kontakts mit den Japanern ansiedelt, zeigt der Autor mit großer Klarheit, wie weit die Ainu in die japanische politische Ökonomie eingebunden waren und wie sehr ihr zeremonielles und materielles Leben - ganz zu schweigen von der Krankheitsökologie, der medizinischen Kultur und ihrer physischen Umwelt - bis zum frühen 19. Walker wählt einen neuen und originellen Ansatz.
Anstatt eine bloße Gegenüberstellung von Unterdrückung und Widerstand zu präsentieren, bietet er eine subtile Analyse der materiellen und ökologischen Veränderungen, die durch den Handel mit Japan ausgelöst wurden und eine Neuorientierung der gesamten nördlichen Kultur und Landschaft in Gang setzten. Unter Verwendung von neuem und wenig bekanntem Material aus Archiven sowie mündlichen Überlieferungen und archäologischen Funden der Ainu wirft Walker aufregende neue Fragen und Themen auf, die bisher noch nicht auf so innovative und gründliche Weise behandelt wurden.