
The Amazing World of IDPs in Human Diseases
Es ist inzwischen eindeutig erwiesen, dass einige Proteine oder Proteinregionen unter physiologischen Bedingungen über keine stabile Sekundär- und/oder Tertiärstruktur verfügen, aber dennoch grundlegende biologische Funktionen besitzen.
Diese intrinsisch ungeordneten Proteine (IDP) oder Regionen (IDR) weisen aufgrund ihrer Plastizität besondere Merkmale auf, wie z. B.
die Fähigkeit, ihre biologischen Ziele mit hoher Spezifität und geringer Affinität zu binden, und die Möglichkeit der Interaktion mit zahlreichen Partnern. Ein Zusammenhang zwischen intrinsischen Störungen und verschiedenen menschlichen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Amyloidosen und neurodegenerativen Erkrankungen ist inzwischen offensichtlich und unterstreicht die große Bedeutung des Themas. In diesem Band haben wir aktuelle, qualitativ hochwertige Forschungsarbeiten über IDPs und menschliche Krankheiten zusammengestellt.
Wir haben neun Beiträge ausgewählt, die sich mit einem breiten Spektrum von Themen befassen, von neurodegenerativen Erkrankungen bis hin zu Krebs, von IDR-vermittelten Interaktionen bis hin zu Bioinformatik-Tools, die alle mit den besonderen Merkmalen von IDPs zusammenhängen. Hier werden die jüngsten Fortschritte auf dem Gebiet der IDPs/IDRs vorgestellt, die zum Fortschritt des Wissens über den Bereich der intrinsischen Störungen bei menschlichen Krankheiten beitragen.