Bewertung:

Nurturing Decent Human Beings von Dr. Michael Nill befasst sich mit der wesentlichen Rolle der moralischen Erziehung in der Schule und plädiert für eine systematische Integration des Moralunterrichts in alle Aspekte der Bildung. Das Buch beleuchtet die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und fordert die Schulen auf, ihre Werte und Ansätze zur Förderung bewundernswerter menschlicher Qualitäten bei den Schülern zu überprüfen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und liefert ein überzeugendes Argument für die Notwendigkeit der moralischen Erziehung in der Schule. Dr. Nill betont wirkungsvoll, wie wichtig es ist, moralische Lektionen in verschiedene Umgebungen außerhalb des Klassenzimmers zu integrieren, und bietet eine durchdachte Erforschung der Auswirkungen zeitgenössischer gesellschaftlicher Themen auf das Bildungssystem. Die Prosa ist klar und fesselnd, so dass sie für Pädagogen, Eltern und führende Persönlichkeiten der Gesellschaft zugänglich ist und zu einer Neubewertung der Bildungsprioritäten anregt.
Nachteile:Einige Leser könnten die philosophischen Diskussionen und die Verweise auf antike Denker wie Protagoras und Camus als etwas abstrakt und schwer auf die aktuelle Bildungspraxis übertragbar empfinden. Darüber hinaus gab es einige kritische Stimmen, die sich auf den Umgang des Autors mit bestimmten Beispielen und die Notwendigkeit einer breiteren Einbindung der Schüler in Debatten oder Diskussionen bezogen, um die Widerstandsfähigkeit und das moralische Verständnis zu fördern.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Nurturing Decent Human Beings: The Case for Moral Education in Our Schools
Die Erziehung, die wir unseren Kindern angedeihen lassen, wird höchstwahrscheinlich darüber entscheiden, ob wir in der nächsten Generation ein Engagement für das Gemeinwohl, den Bürgersinn und die Wahrheit wecken oder nicht. Umfragen zeigen immer wieder, dass die Mehrheit der Amerikaner der Meinung ist, dass die Schulen den Schülern helfen sollten, diese Werte zu verinnerlichen und ein Leben zu führen, das zum Gemeinwohl beiträgt. In der Tat haben wir alle ein berechtigtes Interesse daran, dass unsere Schulen erfolgreich gute Menschen heranziehen.
Warum gibt es dann kein nationales Engagement für die moralische Erziehung? Dieses Schweigen überlässt die Art von Mensch und Gesellschaft, die wir in Zukunft haben werden, dem Zufall. Die moralische Erziehung in unseren Schulen ist derzeit uneinheitlich, häufig nicht anerkannt und sogar umstritten.
Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen und seinen Erfahrungen als Pädagoge analysiert der Autor, warum wir uns in dieser Situation befinden, warum sie sich ändern muss und wie wir sie ändern können. Sein Ziel ist es, einen Dialog anzuregen, der dazu beiträgt, die Rolle der Bildung auf die nationale Agenda zu setzen und das transformative Potenzial der Bildung wieder zu bestätigen.
Wie Lehrerinnen und Lehrer schon immer wussten, geht es in Schulen nicht nur um akademische Inhalte. Die Erziehung anständiger Menschen ist eine Aufgabe, die für jede Schule gilt, ob öffentlich, privat, religiös oder nicht religiös. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der K-12 Bildung, aber ein Kapitel ist den Hochschulen gewidmet.
Indem er seine Vision darlegt, definiert der Autor.
- den Umfang und den Inhalt der moralischen Erziehung definiert.
- identifiziert eine gemeinsame Basis für die moralische Erziehung in diesen spaltenden Zeiten und geht auf mögliche Einwände aus konservativer, liberaler und religiöser Sicht ein.
- skizziert, was Schulen berücksichtigen müssen, um Moralerziehung zielgerichtet und erfolgreich zu betreiben.
- untersucht die Rolle der Schulen bei der Behandlung kontroverser Themen.
- bewertet, was für und was gegen die Ansicht spricht, dass religiöse Schulen besser in der moralischen Erziehung sind.
- erörtert die Vorteile für den Einzelnen, die Gesellschaft und das Bildungswesen, wenn die Moralerziehung erfolgreich und umfassend umgesetzt wird.
Das Plädoyer für die Moralerziehung beruht auf folgenden Überlegungen: (1) Werte, einschließlich moralischer Werte, spielen in unseren Schulen notwendigerweise eine Rolle, (2) der Erfolg in dieser Rolle hängt davon ab, dass sie anerkannt und geplant wird, und (3) es kann eine ausreichende gemeinsame moralische Grundlage gefunden werden, die es allen Schulen ermöglicht, diese Rolle offen und zielgerichtet zu übernehmen, während sie gleichzeitig Rigidität und autoritäre Ansätze vermeiden.
Der Ansatz des Autors basiert auf einem Verständnis von Moraltheorie und Psychologie, das für ein schulisches Umfeld geeignet ist, trennt Moral von Religion, nutzt auf Regeln und Tugenden basierende Konzepte der Moral und spricht die rationalen, emotionalen und verhaltensbezogenen Seiten der Schüler an. Obwohl das Buch ein nationales Engagement für die moralische Erziehung fordert und allgemeine Parameter vorschlägt, bleibt es dabei, dass jede einzelne Schule ihren Ansatz in Übereinstimmung mit ihren eigenen besonderen Umständen und Bedürfnissen gestalten muss. Es gibt keine Einheitsgröße, die für alle passt.
Das Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für Pädagogen, Eltern und alle, die sich um die Werte der nächsten Generation und die Zukunft des Landes sorgen.