Bewertung:

Die Familie Golowljow von Saltykow-Schtschedrin ist eine düstere und komplexe Erkundung einer im Niedergang begriffenen russischen Großgrundbesitzerfamilie, in deren Mittelpunkt die Figur des Porphyr Wladimiriwitsch steht, der mangelndes Mitgefühl und moralische Heuchelei verkörpert. Der Roman vermischt psychologische Einsichten mit Humor, obwohl er aufgrund seines episodenhaften Charakters als düster und fragmentarisch empfunden werden kann.
Vorteile:Die Leser schätzen den tiefen psychologischen Einblick und die meisterhafte Charakterisierung von Porphyr, die düstere, aber fesselnde Erzählung und die Satire auf die russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Viele halten den Roman für eine fesselnde und packende Lektüre, vergleichbar mit großen literarischen Figuren wie Balzac, und loben seinen Kommentar zur menschlichen Natur und zur gesellschaftlichen Dynamik.
Nachteile:Einige Rezensenten erwähnen den düsteren Ton und die fragmentarische Struktur des Romans und merken an, dass es sich möglicherweise nicht um eine echte Satire, sondern eher um eine Sammlung von Episoden handelt. Kritisiert werden auch die emotionale Wirkung und die wenig ausgeprägte Entwicklung einiger Figuren des Ensembles.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The Golovlyov Family: Shchedrin
Im Sommer brütend heiß, im Winter bitterkalt, ist das angestammte Anwesen der Familie Golowljow das Ende der Welt.
Dort herrscht Anna Petrowna mit eiserner Hand über ihre Bediensteten und ihre Familie - bis sie die Macht an die unerbittlichen Intrigen ihres scheinheiligen Sohnes Judas verliert. Die Familie Golowljow, eines der großen Bücher der russischen Literatur, ist ein lebendiges Bild eines verdammten und isolierten Außenpostens der Zivilisation, das zeitgenössische Leser an die unheimliche Realität von Macondo in Gabriel Garc a M rquez' Hundert Jahre Einsamkeit erinnern wird.