Bewertung:

Das Buch „Die Farbe der Milch“ schildert die fesselnde und herzzerreißende Geschichte von Mary, einem fünfzehnjährigen Mädchen aus einer armen Bauernfamilie im England des Jahres 1831. In einem einzigartigen Erzählstil mit begrenzter Zeichensetzung und ohne Großschreibung werden ihre Perspektive und ihre Erfahrungen in einem Leben dargestellt, das von Entbehrungen, familiärer Grausamkeit und dem Streben nach persönlicher Freiheit durch das Erlernen von Lesen und Schreiben geprägt ist. Die Geschichte fesselt die Leser mit ihrer ehrlichen Darstellung von Marys Leben und regt zu tiefgreifenden Überlegungen über die soziale Klasse und die Geschlechterrollen der damaligen Zeit an.
Vorteile:⬤ Fesselnde und einzigartige Erzählstimme, die den Leser in den Bann zieht.
⬤ Überzeugende Figur der Mary, die glaubwürdig und ehrlich ist.
⬤ Aufschlussreiche Kommentare zu sozialen Themen wie Armut und Geschlechterrollen.
⬤ Gut geschrieben mit einem lyrischen Stil, der das Können der Autorin unterstreicht.
⬤ Kurz und doch eindringlich, so dass es eine schnelle Lektüre ist, die zum Nachdenken anregt.
⬤ Das Buch könnte bei manchen Lesern ein zwiespältiges Gefühl bezüglich der Auflösung der Geschichte hinterlassen.
⬤ Der Schreibstil, dem es an traditioneller Zeichensetzung und Großschreibung mangelt, könnte für diejenigen, die konventionelle Prosa bevorzugen, abschreckend wirken.
⬤ Einige Elemente der Handlung könnten sich am Ende flach oder unterentwickelt anfühlen.
⬤ Die schweren Themen des Buches könnten nicht bei allen Lesern Anklang finden, vor allem nicht bei denen, die leichtere Erzählungen suchen.
(basierend auf 211 Leserbewertungen)
The Colour of Milk
Die Farbe der Milch ist eine literarische Tour de Force über Macht, Klasse und Schicksal, erzählt mit der wilden, eindringlichen Stimme der unbezähmbaren Mary, einer Figur, die ebenso unauslöschlich ist wie Celie in Die Farbe Lila und Margaret Atwoods gleichnamige Alias Grace.
Das im England des Jahres 1830 angesiedelte Buch Die Farbe der Milch von Nell Leyshon ist ein emotional eindringliches Werk historischer Fiktion - gefeiert als „charmant, Bront-esk ... und schwer zu vergessen“ (Marian Keyes) - über das emotionale und intellektuelle Erwachen eines analphabetischen Bauernmädchens und dessen verheerende Folgen.
Mary, die temperamentvolle jüngste Tochter eines wütenden, gewalttätigen Mannes, wird zur Arbeit für den örtlichen Pfarrer und seine kranke Frau geschickt. Ihre neue Umgebung bietet beunruhigende Herausforderungen, darunter der lüsterne Sohn des Pfarrers und eine manipulative Mitdienerin. Doch das Leben im Pfarrhaus bietet auch unerwartete Freuden, denn das neugierige junge Mädchen lernt Lesen und Schreiben - ein Wissen, das einen tragischen Preis hat.