Bewertung:

Das Buch setzt sich kritisch mit den Problemen des neuseeländischen Justizsystems auseinander, wobei der Schwerpunkt auf juristischer Inkompetenz und Korruption in Justiz und Staatsanwaltschaft liegt. Anhand detaillierter Fallstudien wird dargelegt, dass sich die Rechtsprechung nicht verbessert hat und dass die Versäumnisse des Justizapparats kostspielige Folgen für die Steuerzahler haben. Der Autor, Rob Moodie, deckt Vorfälle von Unehrlichkeit und systemische Probleme auf und vergleicht das Buch mit einem anderen bedeutenden Werk, den „Erebus Papers“. Trotz seiner Länge und der dichten Analyse ist das Buch fesselnd und regt zum Nachdenken an.
Vorteile:⬤ Eingehende Analyse mit detaillierten Fallstudien
⬤ fesselnder Schreibstil, der den Leser bei der Stange hält
⬤ wirft Licht auf ernste juristische Fragen und den historischen Kontext
⬤ kritischer Beitrag zu Debatten über die Justiz in Neuseeland.
⬤ Langatmig und dicht, was für manche Leser überwältigend sein könnte
⬤ erfordert ein gewisses Maß an Vorwissen über das neuseeländische Rechtssystem
⬤ schwierige Themen in Bezug auf Ungerechtigkeit und Korruption können verstörend sein.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Justice Mirage
Nachdem er sein Studium an der Victoria University of Wellington, Neuseeland, mit einem First Class Honours Degree und einem Doktortitel in Rechtswissenschaften abgeschlossen hatte, brauchte Rob Moodie nur eine kurze Zeit in der Praxis als Anwalt, um sich davon zu überzeugen, dass der Anwaltsberuf nichts für ihn war.
Dann, nach vielen Jahren in der Landwirtschaft, überredeten die Unterstützer von Police Superintendent Alec Waugh, der unzureichend verteidigt und zu Unrecht wegen Spesenbetrugs verurteilt worden war, „Farmer Bob“, sich mit seinem Fall zu befassen. Dr.
Moodie erörtert in diesem Buch die erfolgreiche Waugh Royal Prerogative Petition und anschließend eine Unzahl anderer Fälle von Justizirrtum, die zeigen, wie eine Kombination aus systemischen Justizmängeln, unehrlichen Beamten, inkompetenten Anwälten und/oder stümperhaften Richtern unsere Vorstellung von Gerechtigkeit auf eine Fata Morgana reduziert.