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The Deadlocked Election of 1800: Jefferson, Burr, and the Union in the Balance
Es war eine der kritischsten Wahlen der amerikanischen Geschichte, die nur von der Wahl, die das Land in den Bürgerkrieg stürzte, überschattet wurde. Die festgefahrene Wahl von 1800 hat unter Historikern viel Aufmerksamkeit und Diskussionen hervorgerufen; nun zeigt James Roger Sharp, dass die modernen Beobachter nicht unbedingt richtig lagen.
Die Verfassung war erst ein Jahrzehnt alt und verlieh der Bundesregierung mehr Befugnisse als die Artikel der Konföderation, was viele Bürger dazu veranlasste, die Aushöhlung der Rechte der Bundesstaaten zu befürchten. In der Zwischenzeit verschärfte der Krieg zwischen Frankreich und Großbritannien die Spaltung zwischen Republikanern und Föderalisten, wobei jede Fraktion Partei ergriff und die Loyalität der anderen in Frage stellte. Als Thomas Jefferson den amtierenden Präsidenten John Adams um die Präsidentschaft herausforderte, wurde die Wahl aufgrund der Stimmengleichheit im Wahlmännerkollegium an das Repräsentantenhaus verwiesen, und es gab Gerüchte über Gewalt, Bürgerkrieg und Sezession.
Sharps Buch ist reicher an zeitgenössischen Details und Kontexten als frühere Studien und bietet dem modernen Leser ein besseres Verständnis dafür, was genau auf dem Spiel stand. Manche sagen, dass diese Wahl ein "mächtiger demokratischer Aufstand" war; Sharp argumentiert, dass solche Interpretationen irreführend sind. Andere behaupten, die Politik des achtzehnten Jahrhunderts unterscheide sich nicht von der heutigen; Sharp zeigt auf, wie unterschiedlich sie tatsächlich war. Er vermeidet den häufigen Fehler, der Vergangenheit moderne Konzepte aufzudrücken, und versetzt sich stattdessen in die Lage der Bürger von 1800, um die Ereignisse mit ihren Augen zu sehen. Aus dieser Perspektive argumentiert Sharp, dass die Amerikaner sich viele mögliche Ausgänge der Krise vorstellten - und dass eine friedliche Lösung alles andere als unvermeidlich war.
Sharp bietet eine lebendige Darstellung der Protagonisten und Ereignisse. Er schildert, wie ein militärischer Konflikt während der festgefahrenen Situation zu einer realen Möglichkeit wurde, und erklärt, was Jefferson meinte, als er seine Wahl als die "Revolution von 1800" bezeichnete. Er enträtselt das Wesen der politischen Polarisierung und ihre Beziehung zur Entwicklung der Parteien. Und immer wieder betont er, dass die Beteiligten selbst große Angst vor der Zukunft hatten.
Die fesselnd geschriebene und ungewöhnlich aufschlussreiche Chronik von Sharp enthüllt das komplexe Zusammenspiel der Hauptakteure und den historischen Kontext, in dem sie agierten. Sein Buch wirft ein neues Licht auf diese entscheidende Auseinandersetzung - und zeigt wie kein anderes Werk, dass der Erfolg der fragilen neuen Regierung unter der Verfassung bestenfalls zaghaft war.