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The Films of Denys Arcand
Denys Arcand ist außerhalb Kanadas vor allem für drei Filme bekannt, die für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert waren: Der Untergang des amerikanischen Imperiums (1986), Jesus von Montreal (1989) und Die Invasion der Barbaren (2003), wobei der letztgenannte Film den Preis gewann.
Dabei dreht Arcand schon seit den frühen 1960er Jahren Filme. Als er mit dem Filmemachen begann, wandelte sich Quebec rasch von einer relativ homogenen Gemeinschaft, die durch ihren katholischen Glauben und ihre französische Sprache und Kultur geeint war, zu einer eher fragmentierten modernen Gesellschaft.
Die Filme von Denys Arcand beleuchten, wie Arcand sich mit den Auswirkungen dieser Veränderungen auseinandersetzte - von den 1960er Jahren, als die langwierige Debatte über die mögliche Abspaltung Québecs vom Rest Kanadas begann, bis zur Gegenwart, in der das traditionelle kulturelle Erbe durch die zunehmende Präsenz von Diaspora-Gemeinschaften weiter fragmentiert wurde. Seine Karriere und seine Filme sind ein ideales Beispiel für die Erforschung der Widersprüche und Spannungen, die das Kino und die Kultur Quebecs in einer Zeit zunehmender Globalisierung und technologischer Veränderungen geprägt haben.