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The Financialization of Housing: A political economy approach
Aufgrund der Finanzialisierung des Wohnungsmarktes werden Wohnungsrisiken heute zunehmend zu finanziellen Risiken. Finanzialisierung bezieht sich auf die zunehmende Dominanz von Finanzakteuren, -märkten, -praktiken, -messungen und -narrativen. Sie bezieht sich auch auf den daraus resultierenden Strukturwandel von Volkswirtschaften, Unternehmen, Staaten und Haushalten. Dieses Buch unterstreicht die zentrale Bedeutung des Wohnungswesens für die zeitgenössische kapitalistische politische Ökonomie und stellt das Wohnungswesen in den Mittelpunkt der Finanzialisierungsdebatte.
Eine globale Geldflut sucht nach hochwertigen Sicherheiten (High-Quality Collateral, HQC), und der Wohnungsbau ist eine der wenigen Anlageklassen, die als HQC gelten. Dies erklärt, warum der Wohnungsbau zunehmend finanzialisiert wird, aber es erklärt nicht den Zeitpunkt, die Politik und die Geografie. Die Kapitel dieses Buches, das eine Vielzahl von Fallstudien aus den USA, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Deutschland, Italien und Spanien enthält, befassen sich auch mit der Rolle des Staates als treibende Kraft des Finanzialisierungsprozesses sowie mit der Rolle, die lokale und nationale Geschichten und Institutionen spielen. Dieser hochaktuelle Band wird den Weg für künftige Forschungen in diesem Bereich ebnen.
Während der Wohnungsbau früher etwas "Lokales" oder "Nationales" war, war die wechselseitige Kopplung von Wohnungsbau und Finanzierung ein entscheidendes Element der jüngsten Krise. Es ist an der Zeit, die Finanzialisierung von Wohneigentum und sozialem Wohnungsbau neu zu überdenken. Dieses Buch ist für alle interessant, die sich mit internationaler Wirtschaft, Wirtschaftsgeographie und Finanzialisierung beschäftigen.