
The Refugee Convention at Fifty: A View from Forced Migration Studies
Im Jahr 2001 wurde der fünfzigste Jahrestag des Übereinkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge begangen. Die Flüchtlingskonvention zu ihrem fünfzigsten Jahrestag ist eine Festschrift, die aber auch in eine Zukunft weist, in der der Schutz von Flüchtlingen weiterhin notwendig sein wird.
Der Band erfüllt eine dringend benötigte Aufgabe für die heutige Zeit: Er untersucht sorgfältig diesen wichtigen Rechtstext, der nicht nur das Recht, sondern auch die Politik und Soziologie der erzwungenen Migration beeinflusst. Joanne van Selm und ihre Mitherausgeber haben Aufsätze von Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen, Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen, Fachleuten internationaler Organisationen und politischen Entscheidungsträgern auf nationaler Ebene zusammengetragen, die die Auswirkungen dieses Rechtsdokuments auf Zwangsmigranten, die Staaten, aus denen und in die sie migrieren, und die Gesellschaften, denen sie beitreten und die sie zurücklassen, erörtern.
Zu den behandelten Unterthemen gehören das Potenzial der Solidarität zwischen Staaten, um sicherzustellen, dass rechtliche und politische Verpflichtungen eingehalten werden, regionale Ansätze zum Flüchtlingsschutz und zur Vertreibung sowie die menschlichen und sozialen Folgen der erzwungenen Migration für diejenigen, die unter den Flüchtlingsschutz fallen oder von ihm ausgeschlossen sind. Die geografische und disziplinäre Ausdehnung des Buches ist beispiellos, und die Flüchtlingskonvention mit fünfzig Jahren setzt für die strittige und kritische Untersuchung von Flüchtlingen die hohen Standards für Wissenschaft und innovatives Denken, die als Präzedenzfall für die zukünftige Politikgestaltung und Umsetzung in diesem Bereich dienen werden.