Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 10 Stimmen.
The Seminole Freedmen, Volume 2: A History
Die im Volksmund als „Schwarze Seminolen“ bezeichneten Nachfahren der freigelassenen Seminolen aus dem Indianerterritorium sind eine einzigartige amerikanische Kulturgruppe. Kevin Mulroy untersucht nun die lange Geschichte dieser Menschen, um zu zeigen, dass diese Bezeichnung ihnen ihre rechtmäßige Besonderheit vorenthält. Um falsche Vorstellungen von der historischen Beziehung zwischen Afrikanern und Seminolen-Indianern zu korrigieren, zeichnet er die Entstehung der schwarzen Seminolen-Identität und -Gemeinschaft von ihren Ursprüngen in Florida im achtzehnten Jahrhundert bis in die Gegenwart nach.
Mulroy vertritt die These, dass die freigelassenen Seminolen weder Seminolen noch Afrikaner oder „schwarze Indianer“ sind, sondern dass sie Nachfahren von Maroons sind, die eine eigene rassische und kulturelle Kategorie bilden, die er „Seminole Maroon“ nennt. Mulroy lotet die historischen Aufzeichnungen aus, um deutlich zu zeigen, dass diese Maroons, obwohl sie mit den Seminolen verbündet waren, unabhängige und autonome Gemeinschaften bildeten, die mit der europäisch-amerikanischen Gesellschaft anders umgingen als die Indianer oder Afroamerikaner.
Mulroy beschreibt die Erfahrungen der Freigelassenen als Ausreißer von den Plantagen im Süden, als Sklaven amerikanischer Indianer, als Teilnehmer an den Seminolenkriegen und als Auswanderer in den Westen. Dann erzählt er ihre Geschichte während des Bürgerkriegs, des Wiederaufbaus, der Registrierung und Zuteilung nach dem Dawes Act und der frühen Staatsgründung Oklahomas. Er geht auch auf die Beziehungen zwischen Freigelassenen und Seminolen in Oklahoma während des zwanzigsten und frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts ein.
Obwohl die Freedmen und die Seminolen eine teilweise gemeinsame Vergangenheit haben, zeigt dieses Buch, dass die Geschichte und Kultur der Freedmen einzigartig und ganz und gar ihre eigene ist.