
Freedom Taking Place: War, Women and Culture at the Intersection of Ukraine, Poland, and Belarus
Das Konzept der Freiheit wandelt sich mit den verschiedenen Ausdrucksformen. Wie die Autoren dieses Bandes mit ihrem Fokus auf „Meinungsfreiheit“ vermitteln, ist die Idee der „Freiheit“ im einundzwanzigsten Jahrhundert nicht mehr als ein rein physischer, durch nationale Grenzen gekennzeichneter Ort zu sehen.
Im Internetzeitalter ist die Information zunehmend mitbestimmend für die physische Freiheit. Der informationsdichte Raum der Proteste von 2021 und darüber hinaus bietet den Intellektuellen, die in diesem Band schreiben, den Boden, um über die Handlungsfähigkeit von Frauen im Kampf für Menschenrechte nachzudenken. Wo der historische Diskurs über die „Frauenfrage“ einst mit dem „Feminismus“ als vermeintlichem Import aus dem Westen kollidierte, führte dieser Konflikt auch zu produktiven Spannungen, die fortlaufend Gegenstand der Forschung sind.
Wenn diese Kontexte genau untersucht werden, können sie globale Konzepte von Demokratie und Gerechtigkeit vertiefen und nicht nur Wege für Solidarität und gegenseitige Hilfe bieten, sondern auch intellektuelle Tiefe und Breite für künftige „Wege des Wissens“ und damit Wege zur Schaffung gerechterer Machtsysteme und Bürgerrechte nach Konflikten in Zeiten von Revolution und Krieg. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes, die aus verschiedenen Generationen, Geschlechteridentitäten, Nationalitäten und Sprachen stammen, repräsentieren die fortschrittlichsten Stimmen und Persönlichkeiten, die heute in der Region zum Thema Gender arbeiten.