
The Masons' Marks of Minoan Knossos: Volume 1: Text
Die als "Steinmetzzeichen" bekannten Zeichen wurden im bronzezeitlichen Kreta über einen Zeitraum von etwa 500 Jahren von etwa 2000 v. Chr.
bis zur Mitte des 15. v. Chr.
in Steinblöcke geritzt.
Die frühesten Beispiele scheinen in Knossos aufzutreten und stammen aus der Zeit, als dort der so genannte Frühe Palast errichtet wurde. Bald darauf wurden Blöcke mit vergleichbaren Zeichen in die Palastzentren in Phaistos und Malia eingebaut.
Im Laufe der Zeit verbreitete sich diese Praxis auch in anderen Teilen Kretas und in Akrotiri auf der Insel Thera, ist aber auf dem griechischen Festland nur selten bezeugt. Die bei weitem größte Anzahl dieser Zeichen findet sich in Knossos, was diese Stätte für ihre Untersuchung und Interpretation von einzigartiger Bedeutung macht. Band I stellt eine Typologie und Chronologie der Zeichen vor, betrachtet ihre Verbreitung über Knossos hinaus, untersucht Komparanda in anderen Medien und in Kulturen außerhalb Kretas und bietet eine detaillierte Diskussion ihres Zwecks.
Er bietet auch einen vollständigen Katalog von etwa 1600 Zeichen im Palast von Knossos und den umliegenden Gebäuden. Der Kommentar liefert unschätzbare Belege für die Architekturgeschichte des Palastes und stützt sich dabei auf zahlreiche unveröffentlichte Beobachtungen, die Evans während der Ausgrabungen gemacht hat, sowie auf die Arbeiten späterer Wissenschaftler. Band II enthält eine vollständige fotografische Aufnahme der Knossos-Zeichen, zahlreiche Strichzeichnungen sowie Pläne und Aufrisse, die ihre Lage zeigen.
Ein Großteil der Feldarbeit für diesen Band wurde in den Jahren 1978-81 durchgeführt, nachdem festgestellt worden war, dass viele Schilder durch Verwitterung und Abblättern der Oberflächen, auf denen sie geschnitten worden waren, rasch verschwanden. In den darauffolgenden Jahren kam es zu weiteren Verlusten.
So liefert diese monumentale Studie eine entscheidende, nie wiederholbare Dokumentation der großen Palastanlage des minoischen Knossos und wird Studenten und Wissenschaftlern der Bronzezeit auf Kreta als wichtiges Forschungsinstrument dienen.