Bewertung:

Michelle Camerons „Die Frucht ihrer Hände“ ist ein historischer Roman, der eine fiktive Erzählung über Schira, die Frau des berühmten Talmudgelehrten Rabbi Meir von Rothenburg aus dem 13. Jahrhundert, vor dem Hintergrund bedeutender Ereignisse der mittelalterlichen jüdischen Geschichte darstellt. Das Buch betont sowohl persönliche als auch gemeinschaftliche Aspekte des jüdischen Lebens in einer turbulenten Zeit und zeigt die Herausforderungen auf, denen sich jüdische Menschen und insbesondere jüdische Frauen stellen mussten.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und zeichnet sich durch eine reiche Charakterisierung aus. Es bietet eine fesselnde Mischung aus persönlichen und historischen Erzählungen und schildert anschaulich das jüdische Leben im 13. Die Leserinnen und Leser schätzten die authentischen Dialoge, die kulturellen Einblicke und die emotionale Tiefe der Figuren, insbesondere die Stärke und Handlungsfähigkeit der weiblichen Hauptfigur. Viele fanden den historischen Kontext aufschlussreich und die Geschichte fesselnd und lobten die Recherche der Autorin und ihre Fähigkeit, ein lebendiges Gefühl für Zeit und Ort zu schaffen.
Nachteile:Einige Rezensenten waren der Meinung, dass die Geschichte uneinheitlich war und der Erzählfluss durch die wechselnden Schwerpunkte gestört wurde. Die Kritiker erwähnten Momente, in denen sich der Text eher wie eine Geschichtsstunde anfühlte als eine zusammenhängende Geschichte. Darüber hinaus gab der fiktive Aspekt von Shiras Charakter Anlass zur Sorge über eine falsche Darstellung, da einige Rezensenten dies angesichts der Andeutungen im Titel als irreführend empfanden. Einige fanden auch bestimmte Szenen oder Ereignisse weniger fesselnd als andere, was zu einem unterschiedlichen Leseerlebnis führte.
(basierend auf 72 Leserbewertungen)
The Fruit of Her Hands: The Story of Shira of Ashkenaz
Jahrhundert, einem angesehenen jüdischen Gelehrten des mittelalterlichen Europas. Dies ist die reichhaltige, dramatische, fiktive Geschichte von Rabbi Meirs Frau Shira, einer frommen, aber rebellischen Frau, die ihre religiösen Traditionen bewahrt, während sie und ihre Familie das Aufkommen des Antisemitismus in Europa erleben.
Shira, die von ihrem verwitweten Vater, einem Rabbiner, und einem christlichen Kindermädchen in der Normandie aufgezogen wird, ist ein freigeistiges, wissbegieriges Mädchen, dessen Liebe zum Lernen die Gemeinschaft schockiert. Als Shiras Vater von dem örtlichen Baron verhaftet wird, der die strengen Auflagen der katholischen Kirche gegen Ketzerei durchsetzen will, kämpft Shira für seine Freilassung und begegnet dabei zwei Männern, die ihr Leben tiefgreifend beeinflussen werden: einem inspirierenden katholischen Priester und Meir ben Baruch, einem brillanten Gelehrten. In Meir findet Shira ihren Seelenverwandten.
Shira, die in Paris mit Meir verheiratet ist, blüht als Ehefrau und Mutter auf und genießt die intellektuellen und sozialen Herausforderungen, die mit der Ehe eines prominenten Gelehrten verbunden sind. Nachdem sie Zeuge der Verbrennung aller Talmud-Ausgaben in Paris geworden ist, suchen Shira und ihre Familie Zuflucht in Deutschland. Doch auch dort erleben sie blutige Pogrome und zunehmenden Antisemitismus. Da es in Europa keinen sicheren Ort für Juden gibt, machen sie sich auf den Weg nach Israel, nur um zu erleben, wie Meir von Rudolf I. von Habsburg gefangen genommen und inhaftiert wird. Während Shira Liebeskummer erleidet und versucht, einen Mittelweg zwischen zwei sich bekriegenden Religionen zu finden, zeigt sie ihren Kindern und Enkeln, wie man die Freuden des Lebens genießen kann, sowohl weltlich als auch religiös.
Dieser generationsübergreifende Roman erweckt eine Epoche zum Leben, die nur selten in historischen Romanen behandelt wird, und wird Leser ansprechen, die Maggie Antons "Rashi's Daughters", Brenda Rickman Vantreases "The Illuminator" und Geraldine Brooks' "People of the Book" mögen.