Bewertung:

Das Buch schildert auf fesselnde Weise die ungerechtfertigte Verurteilung von Alton Logan und erörtert systembedingte Probleme innerhalb des Justizsystems, insbesondere im Zusammenhang mit dem Anwaltsgeheimnis. Es beleuchtet die Kämpfe des Protagonisten und die Notwendigkeit einer Reform der Rechtspraxis.
Vorteile:⬤ Fesselndes und dynamisches Erzählen
⬤ Aufschlussreiche Untersuchung der Mängel des Justizsystems
⬤ Unterstreicht die Bedeutung des Buches für Jurastudenten und Juristen
⬤ Schlägt ernsthafte Lösungen für bestehende Probleme vor
⬤ Schärft das Bewusstsein für die Kämpfe, mit denen fälschlicherweise Beschuldigte konfrontiert sind.
Einige Leser könnten die Darstellung der Ungerechtigkeiten überwältigend finden; das Buch könnte starke emotionale Reaktionen im Zusammenhang mit den systemischen Fehlern in der Justiz hervorrufen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Justice Failed: How Legal Ethics Kept Me in Prison for 26 Years
Eine schockierende Geschichte über eine ungerechtfertigte Verurteilung, die die allgemeinen Bedingungen auf grausame Weise in den Mittelpunkt stellt." -- Kirkus Reviews
Justice Failed ist die Geschichte von Alton Logan, einem afroamerikanischen Mann, der sechsundzwanzig Jahre für einen Mord, den er nicht begangen hat, im Gefängnis saß. 1983 wurde Logan fälschlicherweise für schuldig befunden, in einem McDonald's in Chicago einen nicht im Dienst befindlichen Strafvollzugsbeamten des Cook County, Lloyd M. Wickliffe, erschossen zu haben, und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Andrew Wilson - der wahre Mörder - gestand seine Schuld gegenüber seinen eigenen Anwälten Dale Coventry und Jamie Kunz, während er wegen anderer Vorwürfe im Gefängnis saß. Coventry und Kunz waren jedoch an den juristischen Ehrenkodex gebunden, der als Absolutismus des Anwaltsgeheimnisses bekannt ist, und konnten daher nicht tätig werden. Stattdessen unterzeichneten sie eine eidesstattliche Erklärung, in der sie Logans Unschuld beteuerten, und schlossen das Dokument in einem versteckten Tresor ein. Erst nach Wilsons Tod im Jahr 2007 konnten seine Anwälte die Beweise vorlegen, die schließlich dazu führten, dass Alton Logan nach sechsundzwanzig Jahren Haft frei kam.
In Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Journalisten Berl Falbaum geschrieben, erforscht Justice Failed die scharfe Kluft, die zwischen der Moral des gesunden Menschenverstands - ein Unschuldiger sollte frei sein - und der rigiden Ethik des Gesetzes, die diese Moral ersetzt, besteht. Im Laufe des Buches machen ausführliche Interviews und juristische Analysen Platz für Alton Logan selbst, der seine eigene Geschichte erzählt, von seiner Kindheit in Chicago bis hin zu den verheerenden Auswirkungen, die der Verlust eines Vierteljahrhunderts auf sein Leben hatte - er kam mit achtundzwanzig Jahren ins Gefängnis und wurde mit fünfundfünfzig entlassen.