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A History of Slavery and Emancipation in Iran, 1800-1929
Die Sklaverei im Nahen Osten ist ein wachsendes Forschungsgebiet, aber die Geschichte der Sklaverei in einem Schlüsselland, dem Iran, wurde noch nie zuvor geschrieben. Diese Geschichte erstreckt sich bis nach Afrika im Westen und Indien im Osten, nach Russland und Turkmenistan im Norden und zu den arabischen Staaten im Süden.
Der Sklavenhandel zwischen dem Iran und diesen Regionen veränderte im Laufe der Zeit das Land und trug zur Herausbildung seiner einzigartigen Kultur und Identität bei. Daher ist die Geschichte der iranischen Sklaverei für das Verständnis des Charakters der modernen Nation von entscheidender Bedeutung. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen im Iran, in Tansania, England und Frankreich sowie von Feldforschungen und Interviews im Iran legt Behnaz A.
Mirzai die erste Geschichte der Sklaverei im modernen Iran vom frühen neunzehnten Jahrhundert bis zur Emanzipation Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts vor. Sie untersucht, wie ausländische militärische Übergriffe, unsichere Grenzen, politische Instabilität und Wirtschaftskrisen die Muster der Versklavung sowie die ethnische Zugehörigkeit der Sklaven selbst veränderten.
Mirzais interdisziplinäre Analyse beleuchtet die komplexen Fragen rund um die Geschichte des Sklavenhandels und den Emanzipationsprozess im Iran und lässt dabei auch soziale Gruppen zu Wort kommen, die bisher noch nie untersucht wurden - versklavte Afrikaner und Iraner. Ihre Untersuchungen belegen eindeutig, dass der Sklavenhandel untrennbar mit der Autorität des Staates verbunden war.
In Zeiten größerer Dezentralisierung nahm der Sklavenhandel zu, während in Zeiten größerer staatlicher Autonomie mehr Freiheit und Frieden herrschten.