
A History of Us Communications Intelligence During WWII: Policy and Administration
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren die amerikanischen Organisationen, die für die kriegswichtige Funktion des Kommunikationsnachrichtendienstes (COMINT) zuständig waren, gezwungen, sich drastisch zu verändern. Zusätzlich zu den gewaltigen Herausforderungen einer raschen operativen Expansion erwiesen sich die Friedensverfahren des COMINT der US Army und Navy als unzureichend, um aktive Militäroperationen auf weltweiter Ebene zu unterstützen. Da das Überleben der Nation und das Leben des Einzelnen auf dem Spiel standen, wurden mehr Informationen und deren rechtzeitige Weitergabe sowohl an die US-Streitkräfte als auch an die Streitkräfte des engen Verbündeten Großbritannien schnell zur obersten Priorität. "A History of U. S. Communications Intelligence during World War II: Policy and Administration" (Politik und Verwaltung) erzählt die Geschichte der tiefgreifenden organisatorischen Veränderungen, die durch die rasche Expansion, den dringenden Bedarf an Informationen und internationale Vereinbarungen auf den US-Nachrichtendienst einwirkten. Obwohl die Dienste die Probleme, die sich aus diesen Herausforderungen ergaben, nie vollständig lösen konnten, hatten sie bei Kriegsende Strukturen geschaffen und Strategien umgesetzt, die, wenn auch schwerfällig, ein hohes Maß an Kampfunterstützung ermöglichten. Nach der Darstellung des ersten Jahres der Expansion werden in dieser Studie u. a. folgende Themen untersucht: Das COMINT-Abkommen zwischen der Armee und Großbritannien von 1943 und die ENIGMA-Krise.
Britisch-U. COMINT-Abkommen zwischen der britischen und der amerikanischen Marine in den Jahren 1943 und 1944.
Zuständigkeitsprobleme bei der geheimen Kommunikation.
Heer und Marine auf dem Weg zur vollständigen Zusammenarbeit, 1944-1945.
Interne organisatorische Entwicklungen in Heer und Marine. Neben dieser umfassenden Darstellung organisatorischer Fragen wirft "A History of U. S. Communications Intelligence during World War II" auch ein neues Licht auf die Kontroverse zwischen den USA und Großbritannien über die Verweigerung des Zugangs der USA zu der von Alan Turing in den Bell Labs entwickelten Scrambler-Technologie, auf die Konflikte zwischen dem Director of Naval Intelligence und J. Edgar Hoovers FBI über die Weitergabe nachrichtendienstlicher Informationen und auf die Spannungen zwischen Army und Navy COMINT und dem OSS, das seine eigenen Methoden zur Beschaffung von Daten aus britischen Geheimdienstquellen hatte. Sowohl Wissenschaftler als auch Geheimdienstexperten werden in dieser detaillierten und reichlich dokumentierten Studie viel Wertvolles finden.