Die Geschichte des mittelalterlichen Kirchenrechts in der klassischen Periode, 1140-1234

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Die Geschichte des mittelalterlichen Kirchenrechts in der klassischen Periode, 1140-1234 (Wilfried Hartmann)

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Originaltitel:

The History of Medieval Canon Law in the Classical Period, 1140-1234

Inhalt des Buches:

Gratian wird seit langem als der Vater des Kirchenrechts bezeichnet. Dieser neueste Band der fortlaufenden Reihe Geschichte des mittelalterlichen Kirchenrechts behandelt den Zeitraum von Gratians erster Lehre des Kirchenrechts in den 1120er Jahren bis kurz vor der Verkündung der Dekrete von Papst Gregor IX. im Jahr 1234.

Gratian leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entstehung des kanonischen Rechts und der europäischen Rechtswissenschaft: Er führte eine neue Methodik der Rechtslehre ein, indem er hypothetische Fälle verwendete und seine eigenen Kommentare zu den Kanones in die Texte selbst einfügte. Außerdem nutzte er die dialektische Methode, um die in seinen Fällen aufgeworfenen Rechtsprobleme zu analysieren. Obwohl diese Methode zuerst von Peter Abelard und anderen in den Schulen Nordfrankreichs entwickelt wurde, war Gratian der erste, der sie mit der Veröffentlichung seines Decretum (ca. 1140) auf juristische Texte anwandte. Da es sich bei dem Decretum nicht nur um eine Textsammlung, sondern um eine Analyse der Quellen und Lehren des Kirchenrechts handelte, war sein Buch in ganz Europa sofort erfolgreich. Das Decretum wurde von Lehrern aus England, Italien, Deutschland und Spanien übernommen. Gratians Nachfolger wandten seine Methodik später auf die päpstlichen Berufungsurteile (Dekrete) an, die im späteren Mittelalter allmählich zur Grundlage des Kirchenrechts wurden.

In diesem Band liefern namhafte Rechtshistoriker bemerkenswerte Aufsätze zu den Gratian-Kommentaren, den Anfängen der Dekretalsammlungen und ihrer Kommentierung sowie zur Bedeutung der konziliaren Gesetzgebung für die Entwicklung des kanonischen Rechts. Weitere Kapitel befassen sich mit dem Einfluss des römischen Rechts auf das kanonische Recht und mit der Lehre des kanonischen Rechts an den juristischen Fakultäten.

Die Autoren sind James A. Brundage, Anne Duggan, Charles Duggan, A. Garc a y Garc a, Joseph Goering, Michael H. Hoeflich, Peter Landau, Wolfgang P. M ller, Jasonne Grabher O'Brien, Kenneth Pennington und Rudolf Weigand.

ÜBER DIE HERAUSGEBER.

Wilfried Hartmann ist emeritierter Professor für die mittelalterliche Geschichte des Kirchenrechts an der Universität T bingen. Kenneth Pennington ist Kelly-Quinn Professor für Kirchen- und Rechtsgeschichte an der Katholischen Universität von Amerika. Er ist der Autor zahlreicher Werke, darunter Pope and Bishops: The Papal Monarchy in the Twelfth and Thirteenth Centuries und The Prince and the Law, 1200-1600: Sovereignty and Rights in the Western Legal Tradition. Hartmann und Pennington sind Mitherausgeber der Reihe History of Medieval Canon Law.

LOB FÜR DAS BUCH:

"In einer Zeit, in der die Rechtsgeschichte in den Mittelpunkt der Mediävistik gerückt ist, ist die Notwendigkeit eines solchen Werkes offensichtlich. Hier kann sich der Student dem kanonischen Recht während seiner sogenannten klassischen Periode, 1140-1234, durch eine Reihe von nicht-technischen Kapiteln in englischer Sprache nähern, die von hervorragenden Experten geschrieben wurden.... Jedes Kapitel ist es wert, gelesen zu werden, denn es ist voll von neuen Erkenntnissen.... D)er Band ist in der Tat sehr willkommen, da er das Gebiet für Neulinge deutlich zugänglicher macht und gleichzeitig den Experten viel bietet." -- Anders Winroth, Katholische Historische Rundschau.

"Die Autoren haben ein Werk geschaffen, das für jeden Wissenschaftler, der sich mit dem Recht und der Theologie des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts beschäftigt, unverzichtbar ist. Angesichts des Umfangs und der Qualität dieses Bandes - an dem etwa zwanzig Jahre gearbeitet wurde - ist zu hoffen, dass bald weitere Werke in dieser Reihe erscheinen werden" - Bruce Brasington, Speculum.

"In diesem Band tragen angesehene Rechtshistoriker bemerkenswerte Aufsätze über die Kommentare zu Gratian, die Anfänge der Dekretalsammlungen und deren Kommentare sowie die Bedeutung der konziliaren Gesetzgebung für das Wachstum des Kirchenrechts bei." -- Oxbow News.

"Die Bedeutung des vorliegenden Bandes ist also eine doppelte. In einer Reihe von Aufsätzen beschreiben einige der führenden zeitgenössischen Autoritäten für das mittelalterliche Kirchenrecht systematisch die revolutionären Errungenschaften und Ideen dieser Zeit; dabei machen sie die Leser mit der reichen Ader der älteren Europea vertraut.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780813214917
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover

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