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Soldier's Story: Revolutionary Writings by a New Afrikan Anarchist
Kuwasi Balagoon war von den 1960er Jahren bis zu seinem Tod im Gefängnis 1986 an den Kämpfen zur Befreiung der Schwarzen beteiligt. Als Mitglied der Black Panther Party und Angeklagter im berüchtigten Fall Panther 21 ging Balagoon mit der Black Liberation Army (BLA) in den Untergrund. Er wurde gefangen genommen und wegen verschiedener Verbrechen gegen den Staat verurteilt und verbrachte einen Großteil der 1970er Jahre im Gefängnis, aus dem er zweimal ausbrechen konnte. Nach jedem Ausbruch ging er in den Untergrund und nahm die Aktivitäten der BLA wieder auf.
Balagoon war in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich für seine Zeit. Er verband Anarchismus mit schwarzem Nationalismus, er brach mit den Regeln der sexuellen und politischen Konformität, die ihn umgaben, er griff zu den Waffen gegen den weißen, suprematistischen Staat - und scheute dabei nie davor zurück, seine eigene Kritik an den Schwächen der Bewegungen zu entwickeln. Seine wortgewaltigen Prozesserklärungen und politischen Schriften zeugen ebenso wie seine Gedichte und Auszüge aus seinen Gefängnisbriefen von einem scharfsinnigen und bilderstürmerischen Revolutionär, der bereit war, harte Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen.
Balagoon wurde zum letzten Mal im Dezember 1981 gefasst, als er angeklagt wurde, an der Enteignung eines Geldtransporters in West Nyack, New York, beteiligt gewesen zu sein, bei der zwei Polizeibeamte und ein Geldkurier getötet wurden. Er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und starb am 13. Dezember 1986 an einer AIDS-Erkrankung.
Der erste Teil dieses Buches besteht aus Beiträgen von Personen, die Balagoon kannten oder von ihm betroffen waren. Der zweite Teil besteht aus Gerichtsaussagen und Aufsätzen von Balagoon selbst, darunter mehrere Dokumente, die in früheren Ausgaben fehlten und noch nie veröffentlicht wurden. Der dritte Teil besteht aus Auszügen aus Briefen, die Balagoon aus dem Gefängnis schrieb. Ein abschließender vierter Teil besteht aus einem historischen Essay von Akinyele Umoja und einer ausführlichen generationsübergreifenden Diskussion am runden Tisch über die Bedeutung von Balagoons Leben und Gedanken heute.