
Story of a Stammer
Ein Roman über das Aufwachsen eines Ungarn in Rumänien unter dem Kommunismus.
In dem Roman Geschichte eines Stotters stellt Gbor Vida eine grundlegende Frage: Woher kommt das Stottern? Bei der Beantwortung dieser Frage entdeckt er, dass eine ganze historische Epoche und eine ganze Welt ebenfalls stottern. Mit Vidas Augen sehen wir, dass das Stottern aus all den Lügen besteht, die sich im Laufe der Zeit und über Generationen hinweg angesammelt haben, weil niemand jemals artikuliert hat, was er fühlte oder dachte, oder getan hat, was er wirklich wollte. Niemand, so zeigt Vida, hat jemals die Wahrheit gesagt.
Vida beschreibt das Leben in den 1970er und 80er Jahren unter dem autoritären Regime des kommunistischen rumänischen Diktators Nicolae Ceauescu mit entwaffnender Ehrlichkeit, bricht Tabus und beschreibt die Art und Weise, wie Tyrannei und Ausbeutung in die Familienbeziehungen eindringen. Der Roman zeichnet die ersten zwei Jahrzehnte des Lebens eines jungen Ungarn in Rumänien nach und erzählt die Geschichte der Bewältigung eines Stotterns, der Einsamkeit und einer anregungslosen Umgebung, in der Religion, Alkoholismus und Selbstmord die häufigsten Fluchtstrategien sind. Geschichte eines Stotters ist ein Bildungsroman, ein Roman über Siebenbürgen, eine Chronik des Lebens einer Minderheit, eine soziologische Analyse kultureller Identität und letztlich ein zutiefst persönlicher Bericht über eine historische Epoche. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen ungarischen Literatur - ein unfehlbar ernsthaftes und dennoch humorvolles Zeugnis einer turbulenten Periode der jüngsten Geschichte.