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The Glorious Revolution and the Continuity of Law
Die glorreiche Revolution und die Kontinuität des Rechts untersucht die Beziehung zwischen Recht und Revolution. Eine Revolution - ob bewaffnet oder nicht - wird oft als Sturz der rechtmäßigen Herrscher angesehen.
Die historische Erfahrung zeigt jedoch, dass Revolutionen häufig eher mit der Berufung auf das Recht als mit dessen Abschaffung einhergehen. Kein Beispiel ist deutlicher als das der Glorreichen Revolution von 1688-89. Damals verlor der unpopuläre, aber rechtmäßige katholische König Jakob II.
seinen Thron und wurde durch seinen protestantischen Schwiegersohn und seine Tochter Wilhelm von Oranien und Maria ersetzt, wobei Jakobs Versuch, den Thron zurückzuerobern, in der Schlacht am Boyne in Irland vereitelt wurde.
Die Revolutionäre mussten sich mit zwei widersprüchlichen, aber stark ausgeprägten Überzeugungen auseinandersetzen. Die erste war, dass die wesentliche Rolle des Rechts bei der Definition und Regulierung der Staatstätigkeit beibehalten werden musste.
Die zweite war, dass verfassungsrechtliche Regelungen getroffen werden mussten, um die einseitige Autorität des Monarchen zu begrenzen und die unverzichtbare Rolle der Parlamente bei der öffentlichen Entscheidungsfindung zu erhalten. Unter den Umständen von 1688-89 konnten die Revolutionäre dem zweiten Punkt nicht treu sein, ohne den ersten zu verraten. Bei ihren Versuchen, diese widersprüchlichen Ziele miteinander in Einklang zu bringen, bedienten sie sich häufig einer juristischen Rhetorik, um ihr Handeln zu rechtfertigen.
Dabei verwendeten sie das Wort "Recht" notwendigerweise auf unterschiedliche Weise. Er konnte die spezifischen Regeln des positiven Rechts bezeichnen, er konnte einfach die Hingabe an die großen politischen und sozialen Werte ausdrücken, die dem Rechtssystem zugrunde lagen, oder er konnte etwas dazwischen bedeuten. In den Jahren 1688-89 bedeutete der Begriff all diese Dinge für verschiedene Teilnehmer zu verschiedenen Zeiten.
Diese Studie fügt der Literatur über die Glorious Revolution eine neue Dimension hinzu, indem sie dieses zentrale Paradoxon beschreibt, analysiert und ausarbeitet: Die Revolutionäre versuchten, die Regeln der Verfassung zu brechen und ihnen gleichzeitig treu zu sein.