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The Fervent Embrace: Liberal Protestants, Evangelicals, and Israel
Als Israel 1948 seine Unabhängigkeit erklärte, gab Harry Truman innerhalb von elf Minuten ein Memo heraus, in dem er die israelische Regierung anerkannte. Heute sind die USA und Israel weiterhin Partner in einer bisweilen umstrittenen Allianz - einer Allianz, die, wie viele behaupten, stark von der christlichen Rechten beeinflusst wird. In The Fervent Embrace zeichnet Caitlin Carenen die Beziehung der amerikanischen Christen zu Israel nach, wobei sie zunächst die Unterstützung des Zionismus durch die Mainline-Protestanten und dann durch die Evangelikalen nachzeichnet.
Nach dem Holocaust vertraten liberale amerikanische Protestanten die Ansicht, dass Amerika eine moralische und humanitäre Verpflichtung habe, Israel zu unterstützen. Der christliche Antisemitismus habe dazu beigetragen, den Holocaust herbeizuführen, erklärten sie, und deshalb müssten die Christen zur Wiedergutmachung beitragen. Außerdem würde ein stabiles und demokratisches Israel den Nahen Osten zweifellos zu einem sichereren Ort für künftige amerikanische Interessen machen. Carenen argumentiert, dass diese Position der Mainline-Protestanten den Grundstein für die heutige Unterstützung Israels durch die evangelikalen Protestanten legte, die in erster Linie auf theologischen Gründen beruht.
Auf der Grundlage von bisher unerforschtem Archivmaterial aus dem Zionistischen Zentralarchiv in Israel erzählt dieser Band die vollständige Geschichte der Beziehungen zwischen amerikanischen Christen und Israel und bringt die verschiedenen "Akteure" - amerikanische liberale Protestanten, amerikanische Evangelikale, amerikanische Juden und Israelis - in einer historischen Erzählung zusammen.