
The Boundaries of the Republic: Migrant Rights and the Limits of Universalism in France, 1918-1940
Nach den verheerenden Folgen des Ersten Weltkriegs nahm Frankreich Einwanderer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß auf. Um diese neuen Einwohner zu verwalten, entwickelte die französische Regierung das erste Gastarbeiterprogramm Europas, förderte dann die Familienansiedlung und ging schließlich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs hart gegen alle Ausländer vor.
Trotz Frankreichs berühmter Doktrin der universellen Rechte war diese Politik nur in der Theorie egalitär, nicht in der Realität. Mary Dewhurst Lewis deckt die verborgene Geschichte der Ungleichheit in der Französischen Republik auf, indem sie die Lebensgeschichten von Einwanderern rekonstruiert - von ihren außergewöhnlichen Erfolgen bis hin zu ihrem manchmal herzzerreißenden Scheitern beim Versuch, sich grundlegende Rechte zu sichern.
Lewis ordnet das Leben der Migranten in die dramatischen Umwälzungen in Wirtschaft, Politik und internationalen Angelegenheiten ein und zeigt, wie große und kleine Faktoren zusammenwirkten, um die Rechte der Einwanderer zu gestalten. Die Grenzen der Republik ist ein fesselnder Bericht über die sozialen und politischen Unruhen in Europa in den 1920er und 1930er Jahren und gleichzeitig eine Darstellung der Ursprünge von Frankreichs anhaltenden Konflikten um die Einwanderung - eine wichtige Reflexion über die Macht und die Zerbrechlichkeit von Rechten in demokratischen Gesellschaften.