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The Great Vogue for the Guitar in Western Europe: 1800-1840
Zeitgenössische Kritiker betrachteten die Gitarrenmode mit schierer Feindseligkeit, da sie darin eine Ablehnung des wahren musikalischen Wertes sahen. Schließlich liefen solche Trends der allgemeinen musikalischen Entwicklung eines bahnbrechenden (oft österreichisch-deutschen) Repertoires für Standardinstrumente zuwider.
Dennoch blieben die Amateurmusiker in ganz Europa bestehen; viele Instrumente wurden gebaut, um die Nachfrage zu befriedigen, eine beträchtliche Menge an Musik wurde für Amateure zum Spielen veröffentlicht, und Solisten-Komponisten bewegten sich frei zwischen europäischen Städten. Das vorliegende Buch folgt diesen Reisen bis nach Moskau und besucht alle großen Musikstädte dieser Zeit, von London bis Wien, von Madrid bis Neapel. Der erste Teil des Buches befasst sich mit den Vorläufern im 18.
Jahrhundert, dem Instrument, seinen Erbauern und Besitzern, Amateur- und Berufsmusikern, Druck und Verlagswesen, Pädagogik sowie Aspekten des Repertoires. Der zweite Abschnitt befasst sich mit dem umfangreichen Repertoire für Liedbegleitung und Kammermusik.
Ein abschließender umfangreicher Abschnitt versammelt Kapitel über eine breite Palette der bedeutendsten Solisten-Komponisten der Zeit. In den Kapiteln wird das Gitarrenmilieu in den verschiedenen Städten, in denen die Komponisten und Spieler tätig waren, dargestellt und einige repräsentative Werke werden besprochen.
Dieses Buch, das eine internationale Auswahl an Beiträgen und noch nie zuvor untersuchte Quellen vereint, wird sowohl für Gitarrenliebhaber als auch für Musikhistoriker der Romantik von Interesse sein.