Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten journalistischen Bericht über die ersten Operationen in Afghanistan nach dem 11. September 2001, wobei der Schwerpunkt auf den Kampagnen in Tora Bora und Anaconda liegt, wo Osama bin Laden entkommen konnte. Der Autor Philip Smucker verbindet persönliche Anekdoten mit militärischen Analysen, bietet Einblicke in die Komplexität des Krieges und hebt die strategischen Fehler der US-Beamten hervor. Obwohl die Erzählung fesselnd und informativ ist, wiesen einige Leser auf Probleme bei der Bearbeitung und auf sachliche Ungenauigkeiten hin.
Vorteile:⬤ Fesselnder Erzählstil, der sich wie ein Abenteuerroman liest.
⬤ Bietet persönliche Einblicke von den Reisen und Begegnungen des Autors in Afghanistan.
⬤ Bietet einen kritischen Blick auf die militärischen Strategien und Entscheidungen der USA und regt zum Nachdenken an.
⬤ Fängt die Persönlichkeiten der verschiedenen Charaktere ein, darunter Soldaten, Journalisten und Warlords.
⬤ Dient als wertvoller Bericht über die strategischen Fehler bei wichtigen Militäroperationen.
⬤ Enthält zahlreiche grammatikalische und faktische Fehler, die die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.
⬤ Einige Abschnitte wirken unzusammenhängend, insbesondere der Wechsel von der persönlichen Erzählung zur militärischen Analyse.
⬤ Die Kritik an der Abhängigkeit von afghanischen Kriegsherren scheint zu kurz zu kommen.
⬤ Einige Leser fanden, dass das Buch weniger tiefe Einblicke in die Strategien des Pentagons bietet.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Al Qaeda's Great Escape: The Military and the Media on Terror's Trail
Er beschreibt, wie Osama bin Laden und andere Al-Qaida-Kämpfer während der Schlachten von Tora Bora und der Operation Anaconda aus Afghanistan entkamen.
Der Autor wirft den westlichen Medien, die den Rachedurst ihres Publikums befriedigen wollten, vor, dass sie bei der Berichterstattung über bin Ladens Verfolgung ihr Gespür für journalistische Objektivität verloren haben. Verblendeter Patriotismus und das Vertrauen auf die Pressemitteilungen des Pentagons führten dazu, dass sie die Ereignisse so darstellten, dass sie nicht der Realität vor Ort entsprachen.
Um das Bedürfnis der Presse und der Öffentlichkeit nach Rache zu befriedigen, drängte die Bush-Administration auf frühe, gut sichtbare Erfolge, was zu Lasten der langfristigen Strategie ging. Die Ungeduld an der Spitze zwang zu einem überstürzten Krieg, der in erster Linie auf einen "Regimewechsel" abzielte und das US-Militär weitgehend mit leeren Händen dastehen ließ.