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The Large Landowning Class and the Peasantry in Egypt, 1837-1952
In Ägypten entstand die Landbesitzerklasse zu Beginn des 19.
Jahrhunderts durch Landzuweisungen an Familienmitglieder und Freunde des Herrschers Muhammad 'Ali. Mit der Entwicklung des Kapitalismus und der damit einhergehenden Entwicklung des Rechts und der sozialen Praxis nahmen diese Landzuweisungen allmählich die Eigenschaften von Privateigentum an, ein Prozess, der 1891 darin gipfelte, dass Land zu einer Form von Eigentum wie jedes andere wurde.
Im Zuge dieser Entwicklungen entstand eine Klasse von Großgrundbesitzern, die ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen zu verteidigen begannen. In zwei bahnbrechenden arabischen Werken, die in den 1970er Jahren veröffentlicht wurden, zeichneten die Autoren Abbas und El-Dessouky die Entstehung dieser Klasse nach und untersuchten die vielfältigen Faktoren, die den Aufstieg und die Macht der Großgrundbesitzer beeinflussten. Dieses in einem Band zusammengefasste und erstmals ins Englische übersetzte Buch bietet eine umfassende Analyse des Grundbesitzes und seiner Auswirkungen auf die ägyptische Gesellschaft.
Die Autoren stützen sich auf umfangreiche Archivquellen und integrieren in ihrer Arbeit erfolgreich die konkurrierenden Kräfte des Staates, der Grundbesitzer und der Bauern. Das Buch geht über einen Großteil der bekannten Forschung zu Landbesitzern hinaus und bietet eine neue Interpretation der ägyptischen Politik und Gesellschaft.