Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung darüber, wie die antike griechische und römische Zivilisation die Gründerväter der Vereinigten Staaten beeinflusste. Es betont die klassische Bildung der Gründerväter und wie diese ihre politischen Ideale und Handlungen beeinflusste, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausarbeitung der Verfassung. Der Autor, Carl Richard, präsentiert eine fesselnde Erzählung, die Verbindungen zwischen antiken Vorbildern und den Philosophien herstellt, die der amerikanischen Regierungsführung zugrunde liegen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und zugänglich
⬤ fesselnde Analyse der klassischen Einflüsse auf die Gründerväter
⬤ bietet wertvolle Einblicke in die amerikanische Geschichte und die intellektuellen Grundlagen der US-Regierung
⬤ ermutigt zur Erforschung der klassischen Literatur
⬤ sehr empfehlenswert für Geschichtsstudenten.
Einige Leser empfinden den Schreibstil als pedantisch und langweilig, was es schwierig macht, sich mit dem Material zu beschäftigen.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
The Founders and the Classics: Greece, Rome, and the American Enlightenment
Ist unser griechisches und römisches Erbe nur angedeutet und illusorisch? Oder waren unsere Gründer - und damit unsere republikanischen Anfänge - wirklich von der Antike durchdrungen? Der Einfluss griechischer und römischer Autoren auf unsere amerikanischen Vorfahren, der bisher weitgehend eine Sache von Verallgemeinerungen und Spekulationen war, wird in diesem faszinierenden Buch - der ersten umfassenden Studie über die Lektüre der Klassiker durch die Gründer - endlich deutlich.
Carl J. Richard untersucht zunächst, wie die sozialen Institutionen des achtzehnten Jahrhunderts im Allgemeinen und das Bildungssystem im Besonderen die Gründer dazu brachten, die Klassiker zu verehren. Anschließend untersucht er die verschiedenen Verwendungen der Gründer von klassischer Symbolik, Modellen, „Gegenmodellen“, gemischter Regierungstheorie, Pastoralismus und Philosophie und zeigt im Detail den prägenden Einfluss der Klassiker auf, sowohl direkt als auch durch die Vermittlung von Whig- und amerikanischen Perspektiven. In dieser Analyse wird deutlich, wie die Klassiker nicht nur die wichtigste Grundlage für die US-Verfassung lieferten, sondern auch zum Menschenbild der Gründer, zu ihrem Verständnis von Tugend und zu ihrem Sinn für Identität und Zielsetzung innerhalb eines großen universellen Systems beitrugen. Gleichzeitig erfahren wir, wie die Klassiker eine obsessive Angst vor Verschwörungen gegen die Freiheit schürten, die die Beziehungen zwischen Föderalisten und Republikanern vergiftete.
Die klugen Alten, die die westliche Zivilisation geformt haben, können uns noch viel lehren, meint Richard. Sein Bericht über die entscheidende Rolle, die sie bei der Gestaltung unserer Nation und unseres Lebens gespielt haben, ist eine wertvolle Lektion über die transzendente Macht der Klassiker.