Bewertung:

Das Buch bietet eine knappe und detaillierte lineare Erzählung über den Balkan, die das nationale Bewusstsein und die Konflikte zwischen den verschiedenen Nationalitäten untersucht. Es vermeidet die Romantisierung des Nationalismus und hebt die Komplexität von Klasse und Besatzung hervor.
Vorteile:Detaillierte und geordnete Erzählung, informativ, vermeidet Orientalismus, realistische Darstellung des Nationalismus, betont die Rolle von Klasse und Intelligenz.
Nachteile:Es fehlen Details zum Russisch-Türkischen Krieg von 1877 und seinen Auswirkungen, und die Beteiligung Rumäniens und Bulgariens an dem Konflikt wird nicht angemessen behandelt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Establishment of the Balkan National States, 1804-1920
Dieser sehr lesenswerte und gründlich recherchierte Band bietet eine hervorragende Darstellung der Entwicklung von sieben Balkanvölkern während des 19.
und des ersten Teils des 20. Jahrhunderts.
Die Professoren Charles und Barbara Jelavich haben ihr reiches Wissen über die Albaner, Bulgaren, Kroaten, Griechen, Rumänen, Serben und Slowenen in alle Aspekte der Geschichte dieser Region einfließen lassen - in Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Nach dem ersten Aufstand auf dem Balkan, dem der Serben im Jahr 1804, dauerte es mehr als ein Jahrhundert, bis sich die Balkanvölker von der osmanischen und habsburgischen Herrschaft befreien konnten. Die Serben und die Griechen waren die ersten, die Albaner, die Kroaten und die Slowenen die letzten, die dies taten.
Für jedes Volk nahm die nationale Wiedergeburt seine eigene Form an, und die Unabhängigkeit wurde auf seine eigene Weise erreicht. Die Autoren untersuchen die Gegensätze und Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern im Kontext des Osmanischen Reiches und Europas.