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The Acting Person and Christian Moral Life
Was können wir über die Bedeutung bestimmter moralischer Handlungen für die Beziehung des Menschen zu Gott sagen? In dieser provokanten Analyse der zeitgenössischen katholischen Moraltheologie zeigt Darlene Fozard Weaver den Menschen als moralisch handelnden Akteur in Beziehung zu Gott.
Ausgehend von einem übergreifenden theologischen Kontext der sündhaften Entfremdung von und der gnädigen Versöhnung mit Gott zeigt Weaver, wie der Einzelne seine Beziehung zu Gott in und durch sein Engagement für andere und die Welt aushandelt. Ein großer Teil der gegenwärtigen christlichen Ethik konzentriert sich eher auf den Menschen und seine Tugenden und Laster, wie sie von Tugendethikern dargestellt werden, oder auf sündige soziale Strukturen, wie sie in den Arbeiten von Befreiungstheologen dargestellt werden.
Diese Urteile verkennen den reflexiven Charakter des menschlichen Handelns und vernachlässigen die Art und Weise, wie unser Handeln unsere Antwort auf Gott verhandelt. Weaver entwickelt eine theologisch robuste moralische Anthropologie, die das christliche Verständnis von Personen und moralischen Handlungen voranbringt, und vertritt die Ansicht, dass wir die theologische Bedeutung moralischer Handlungen besser verstehen können, wenn wir uns selbst als Geschöpfe betrachten, die in Gott leben, sich bewegen und ihr Wesen in ihm haben.