Die harte Hand des Krieges: Die Militärpolitik der Union gegenüber der Zivilbevölkerung der Südstaaten, 1861 - 1865

Bewertung:   (4,6 von 5)

Die harte Hand des Krieges: Die Militärpolitik der Union gegenüber der Zivilbevölkerung der Südstaaten, 1861 - 1865 (Mark Grimsley)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Grimsleys „Hard Hand of War“ ist eine wissenschaftliche Untersuchung der Entwicklung der Militärpolitik der Union gegenüber der Zivilbevölkerung des Südens während des Bürgerkriegs. Es ist gut recherchiert und detailliert, was es zu einer wertvollen Lektüre für diejenigen macht, die sich für Militärgeschichte und politische Entscheidungen interessieren. Der akademische Charakter des Buches kann jedoch für Gelegenheitsleser eine Herausforderung darstellen, da einige Rezensionen die Trockenheit und die langatmige Darstellung hervorheben.

Vorteile:

Gut recherchiert und detailliert
bietet eine umfassende Darstellung der Entwicklung von versöhnlichen zu „harten Kriegsstrategien“
geeignet für Bürgerkriegsbegeisterte und Wissenschaftler
bietet gut dokumentierte Argumente
informativer und durchdachter analytischer Ansatz.

Nachteile:

Geschrieben in einem wissenschaftlichen Ton, der vielleicht nicht alle Leser anspricht
gilt manchmal als trocken und schwierig zu lesen
einige argumentieren, dass es an der Abdeckung wichtiger Quellen und Perspektiven mangelt
empfundene Subjektivität in der Analyse der Unionspolitik.

(basierend auf 12 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Hard Hand of War: Union Military Policy Toward Southern Civilians, 1861 1865

Inhalt des Buches:

Die harte Hand des Krieges untersucht die Politik der Unionsarmee, die Eigentum und Moral der Zivilbevölkerung im Süden zerstörte - wie sie sich entwickelte und wie sie in der Praxis aussah. Ausgehend von einer anfänglichen Politik der bewussten Zurückhaltung, die sich sogar auf den aktiven Schutz des Eigentums und der verfassungsmäßigen Rechte der Südstaatler erstreckte, ergriffen die Unionsarmeen nach und nach Maßnahmen, die ausdrücklich darauf abzielten, die Zivilbevölkerung des Südens zu demoralisieren und die Wirtschaft der Konföderation zu ruinieren.

Die endgültige Politik des "harten Krieges" war jedoch weit von der wahllosen Wut der Legende entfernt. Die politischen Entscheidungsträger der Union förderten ein Programm gezielter Härte, und Professor Grimsley zeigt, wie und warum es funktionierte. Dieser Band fügt sich in eine sich abzeichnende Interpretation des Bürgerkriegs ein, die dessen Status als "totaler Krieg" in Frage stellt und stattdessen das Überleben politischer Logik und Kontrolle selbst inmitten eines umfassenden Kampfes um die Zukunft der Nation betont: Das vorrangige Ziel der Bundesregierung blieb die Wiederherstellung der Union, nicht die Zerstörung des Südens.

Mit der politischen Logik verflochten und manchmal nicht von ihr zu unterscheiden war auch ein tiefes Gefühl für moralische Gerechtigkeit - ein Glaube, dass, ungeachtet der Behauptungen der militärischen Notwendigkeit, die Unschuldigen ein gewisses Maß an Mitleid verdienten und dass sogar die Schuldigen in grobem Verhältnis zum Ausmaß ihrer Sünden leiden sollten. Durch Vergleiche mit früheren europäischen Kriegen und durch die Aussagen von Unionssoldaten und Südstaaten-Zivilisten zeigt Grimsley, dass die Unionssoldaten selbst im Krieg gegen die konföderierte Zivilbevölkerung Zurückhaltung übten.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780521599412
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1997
Seitenzahl:260

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