Bewertung:

Das Buch „Ugly Laws“ untersucht die historische Behandlung von Menschen mit Behinderungen in Amerika und präsentiert umfangreiche Forschungsergebnisse über die Überschneidung von Behinderung und verschiedenen sozialen Faktoren. Obwohl es für seine wichtigen Beiträge zur Behindertenforschung und seine ansprechende Analyse gelobt wird, empfinden viele Leser es als zu langatmig und akademisch anspruchsvoll, was seiner Zugänglichkeit abträglich ist.
Vorteile:⬤ Sorgfältig recherchiert und gut geschrieben
⬤ wichtig für die Behindertenforschung
⬤ fesselnde und nuancierte Analyse
⬤ relevant für zeitgenössische Themen
⬤ enthält umfangreiche Originalforschung
⬤ wirft Licht auf eine schockierende und entsetzliche Geschichte der Diskriminierung von Behinderten.
⬤ Übermäßig wortreich und repetitiv
⬤ aufgrund der allzu theoretischen Sprache schwer von vorne bis hinten zu lesen
⬤ es fehlen persönliche Geschichten von Menschen, die von den hässlichen Gesetzen betroffen sind
⬤ einige Leser fanden es trocken und schwer zu verstehen
⬤ weniger ansprechend als erwartet.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
The Ugly Laws: Disability in Public
Die undurchsichtige Geschichte hinter kommunalen Gesetzen zur Kriminalisierung von Behinderten
Im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert tauchten in Städten in ganz Amerika Gemeindegesetze auf, die auf "unansehnliche Bettler" abzielten. Diese "hässlichen Gesetze", die den Anschein erwecken, als würden sie Behinderungen kriminalisieren und somit ein anschauliches Beispiel für Diskriminierung darstellen, sind in der Behindertenforschung, im Recht und in der Kunst zu einer Art Kurzform für Unterdrückung geworden.
In dieser bahnbrechenden Studie über die hässlichen Gesetze deckt Susan M. Schweik die undurchsichtige Geschichte hinter den Gesetzen auf, indem sie die unterschiedlichen Gesetze in ihren historischen Kontext einordnet und im Detail untersucht, was die Gesetze bedeuteten. Schweik veranschaulicht, wie die Gesetze mit der Geschichte der Behinderten und der Armen verbunden sind, und vermittelt dem Leser nicht nur ein tieferes Verständnis der hässlichen Gesetze und der Städte, in denen sie entstanden sind, sondern verortet die Gesetze auch an einem entscheidenden Schnittpunkt der sich entwickelnden und instabilen Konzepte von Rasse, Nation, Geschlecht, Klasse und Gender. Darüber hinaus erforscht sie die Geschichte des Widerstands gegen die Verordnungen anhand der oft erschütternden Lebensgeschichten derjenigen, die am stärksten von deren Verabschiedung betroffen waren. In der jüngeren Geschichte der Gesetze analysiert Schweik die sich wandelnde kulturelle Erinnerung an die hässlichen Gesetze und untersucht, wie sie von Wissenschaftlern, Aktivisten, Künstlern, Anwälten und Gesetzgebern genutzt - und missbraucht - wurden.