
The Saints and the State: The Mormon Troubles in Illinois
Eine fesselnde Geschichte der Vertreibung der Mormonen aus Illinois im Jahr 1846, die beispielhaft die Grenzen der amerikanischen Demokratie und religiösen Toleranz aufzeigt.
Als sich die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (bekannt als Mormonen) 1839 in Illinois niederließen, waren sie wegen ihres Glaubens von Ohio bis Missouri verfolgt worden. Die Einwohner von Illinois betrachteten sich selbst als religiös tolerante Gleichmacher und hießen die Mormonen zunächst in ihrem Staat willkommen. Die nicht-mormonischen Einwohner, die den Individualismus der Konkurrenten schätzten, hielten die Siedlung der Heiligen im Westen von Illinois, Nauvoo, jedoch für eine Theokratie mit zu viel politischer Macht. Inmitten der eskalierenden Spannungen ermordeten 1844 antimormonische Bürgerwehrler den Kirchengründer Joseph Smith und seinen Bruder Hyrum. Zwei Jahre später wies der Staat die Heiligen aus. Illinois lehnte die Mormonen nicht wegen ihrer Religion ab, sondern wegen ihrer Bemühungen, in Nauvoo einen selbstverwalteten Staat zu gründen.
Die Mormonen stellten die wesentlichen Bestrebungen der amerikanischen liberalen Demokratie in Illinois auf die Probe. Die nach innen gerichtete Gruppenorientierung der Heiligen und ihre Entscheidung, in Nauvoo zusammenzuleben, verdeutlichen die Herausforderungen, die ein starkes Gruppenbewusstsein und eine starke Bindung an die Gruppe für eine demokratische Staatsführung darstellen. The Saints and the State erzählt diese tragische Geschichte als ein episches Versagen der Staatsführung und zeigt, wie die widersprüchlichen Forderungen nach Fairness gegenüber den Mormonen und Rechenschaftspflicht gegenüber der Mehrheit in Illinois unvereinbar wurden.