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The Shrines of the 'Alids in Medieval Syria: Sunnis, Shi'is and the Architecture of Coexistence
Die erste illustrierte, architektonische Geschichte der 'Aliden-Heiligtümer, die durch den Konflikt in Syrien zunehmend bedroht sind.
Die 'Aliden (Nachfahren des Propheten Mohammed) gehören zu den am meisten verehrten Figuren des Islam und werden von praktisch allen Muslimen, unabhängig von ihrer konfessionellen Zugehörigkeit, geliebt. In dieser Studie wird argumentiert, dass Heiligtümer trotz der gängigen Identifizierung als "schiitische" Räume in Wirklichkeit immer einzigartige Orte des pragmatischen intersektiererischen Austauschs und der gemeinsamen Frömmigkeit waren, selbst - und vielleicht besonders - in Zeiten konfessioneller Konflikte.
Anhand einer Vielzahl bisher unerforschter Quellen, darunter textliche, archäologische, architektonische und epigraphische Zeugnisse, zeigt Stephennie Mulder, wie diese Heiligtümer im mittelalterlichen Syrien ein verbindendes muslimisches "heiliges Land" schufen, und schlägt einen neuen konzeptionellen Ansatz vor, um über Landschaft in der islamischen Kunst nachzudenken. Damit wendet sie sich gegen ein gängiges Paradigma des mittelalterlichen Sektenkonflikts, verkompliziert den Begriff der sunnitischen Wiedergeburt und liefert neue Belege für die ausgehandelte Komplexität der sektiererischen Interaktionen in dieser Zeit.