Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung des juristischen Prozesses um Bhagat Singhs Prozess und Hinrichtung, wobei der Schwerpunkt auf dem Kontext des britischen Kolonialismus in Indien liegt. Obwohl es gut recherchiert und informativ ist, sind einige Leser der Meinung, dass es sich zu sehr auf die juristischen Aspekte konzentriert und die persönliche Geschichte von Bhagat Singh vernachlässigt.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert, mit Originaldokumenten
⬤ bietet Einblicke in den juristischen Prozess und die Behandlung von Gefangenen während des britischen Raj
⬤ hochwertige Bindung und Präsentation
⬤ empfohlen zum Verständnis der britischen Kolonialgeschichte
⬤ hebt die historische Bedeutung hervor.
⬤ Einige Leser empfinden es als trocken und zu sehr auf Gerichtsverfahren fokussiert als auf Bhagat Singhs Leben
⬤ kann sich wiederholen und langatmig sein
⬤ nicht fesselnd für diejenigen, die nach einer Biographie von Bhagat Singh suchen
⬤ Titel als irreführend angesehen
⬤ Teile als verwirrend.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
The Execution of Bhagat Singh: Legal Heresies of the Raj
Bhagat war ein indischer Nationalist und einer der einflussreichsten Revolutionäre der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Er war erst 23 Jahre alt, als er wegen Mordes hingerichtet wurde, nachdem er bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen eines Bombenanschlags auf die Zentrale Legislativversammlung erhalten hatte.
Vor der Unabhängigkeit gab es in Indien zwei rivalisierende Ansätze für das Streben nach Freiheit: der eine basierte auf dem gewaltlosen Gandhismus, der andere auf einer marxistischen revolutionären Bewegung, die von Bhagat Singh vertreten wurde. Hätte er gelebt, wäre die Geschichte des indischen Subkontinents ganz anders verlaufen. Die Briten nutzten eine gesetzgeberische Befugnis, um auf der Grundlage von "Frieden, Ordnung und guter Regierung" eine Verordnung zu erlassen, um die Angeklagten anzuklagen, zu verurteilen und zu hängen.
Die Verordnung wurde jedoch nie von der Zentralversammlung oder dem britischen Parlament gebilligt, das Sondertribunal mit drei Richtern musste die Verhandlung innerhalb einer bestimmten Frist abschließen, und die 457 Zeugen der Anklage durften nicht ins Kreuzverhör genommen werden. Jetzt gibt es Bestrebungen, ihn offiziell zu begnadigen.