Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der Taktiken der Alpenfront im Zweiten Weltkrieg, wobei der Schwerpunkt auf den Sturmtruppen und Arditi-Einheiten liegt. Während einige Leser die solide Recherche und die Berichte aus erster Hand schätzten, kritisierten viele die Übersetzung und die zahlreichen Ungenauigkeiten.
Vorteile:Solide Recherche mit detaillierten Einblicken in die Aktionen der Sturmtruppen, vielen Berichten aus erster Hand und einer guten Zusammenfassung der taktischen Entwicklungen im Ersten Weltkrieg.
Nachteile:Zahlreiche Übersetzungsfehler, erhebliche faktische Ungenauigkeiten in Bezug auf militärische Einheiten und Ausrüstung, einige Leser empfanden es als langweilig, und es fehlte eine operative Perspektive und Diagramme.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Hell in the Trenches: Austro-Hungarian Stormtroopers and Italian Arditi in the Great War
Die österreichisch-ungarischen Sturmtruppen und die italienischen Arditi des Ersten Weltkriegs waren Elitespezialeinheiten, die kühne Überfälle und waghalsige Angriffe durchführen sollten. Diese Einheiten bestanden aus handverlesenen Soldaten, die überdurchschnittlichen Mut, körperliche Fähigkeiten und spezielle Kampffertigkeiten besaßen. Viele Militärhistoriker sind der Ansicht, dass der Erste Weltkrieg hauptsächlich ein statischer Zermürbungskrieg war, aber diese speziellen Stoßtrupps waren für die Entwicklung bahnbrechender Taktiken sowohl für den Beschuss als auch für die Bewegung verantwortlich, die einen bedeutenden Wandel in der Taktik bedeuteten. Beide Armeen setzten die Sondersturmtruppen ein, um Gefangene zu machen, Angriffe hinter den feindlichen Linien durchzuführen und in der Tiefe anzugreifen, um den Weg für einen breiten Infanteriedurchbruch zu bereiten. Das Buch zeichnet die Entwicklung der österreichischen und italienischen Sturmangriffstaktik im Kontext des Grabenkriegs nach, der in der Gebirgsfront der Alpen und den felsigen Hügeln der Karsthochfläche geführt wurde. Es untersucht nicht nur die innovativen Taktiken, sondern auch den Einsatz neuer, stark verbesserter Waffen wie leichte Maschinengewehre, überschwere Artillerie, Flammenwerfer, Handgranaten, Dolche, Stahlkeulen und Giftgas.
In diesem Buch werden die organisatorische Entwicklung der Stoßtrupps, ihre militärischen Operationen und ihre Kampfmethoden dargestellt. Der Großteil der Kapitel ist der historischen Rekonstruktion der Kampfeinsätze der Stoßtrupps zwischen 1917-18 gewidmet, wobei bisher unveröffentlichte Archivquellen wie italienische und österreichische Kriegstagebücher, offizielle Handbücher, Berichte der Divisionen und des Oberkommandos sowie die eigenen Erinnerungen der Soldaten an den Krieg verwendet werden. Darüber hinaus bietet das Buch eine umfassende Beschreibung ihrer Uniformen, Ausrüstung und Waffen sowie eine große Anzahl von Abbildungen, Karten und selten gesehenen zeitgenössischen Fotos.
Dieses epische militärische Kräftemessen dieser besonderen Sturmtruppen kann nicht richtig verstanden werden, ohne die Schlachtfelder zu besuchen und zu Fuß zu gehen. Der Anhang bietet dem Leser daher eine Reihe von Wanderungen zu den wichtigsten Hochgebirgsfestungen in den italienischen Dolomiten, von denen viele fast schon legendären Status erlangt haben.