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The Indian States and Ruling Princes
In The Indian States and Ruling Princes (Die indischen Staaten und die regierenden Fürsten), das erstmals 1929 veröffentlicht wurde, liefert Sir Sidney Low eine hervorragende Momentaufnahme der indischen Politik in den für ihn unvorhersehbaren letzten Jahren des britischen Raj. Er beschreibt klar und prägnant die sich im Laufe der Jahrhunderte wandelnden Beziehungen zwischen Großbritannien und Indien und spekuliert über deren Zukunft angesichts des wachsenden nationalen Selbstbewusstseins im Lande. Low sah diese Zukunft nicht in der Unabhängigkeit, die er als "vergeblichen Traum" ansah, und auch nicht unbedingt in einem Herrschaftsstatus, sondern in einer Art Staatenbund, in dessen Zentrum Britisch-Indien steht:
"Was Indien braucht, viel mehr als politische Veränderungen, sind soziale und wirtschaftliche Reformen. In diesem Sinne muss es modernisiert werden, es muss enger mit neueren Vorstellungen von intelligenter Freiheit in Berührung gebracht werden, es muss die Fesseln abschütteln, die ihm in der Vergangenheit durch Bigotterie und irrationale Vorurteile angelegt wurden. Die nationalistische Agitation nimmt von den dringlichsten Problemen wenig Notiz. Dies ist das Zeugnis des größten indischen Schriftstellers unserer Zeit, Rabindranath Tagore. "Politische Freiheit", schrieb er kürzlich, "wird uns keine Freiheit geben, wenn der Geist nicht frei ist.".
Und er fährt fort:
Das britische Bajonett wird auf lange Zeit nicht von der Bildfläche verschwinden. Wir werden Indien weder morgen noch übermorgen verlassen.".
Low konnte den Beginn des Zweiten Weltkriegs und den damit einhergehenden beschleunigten Niedergang des britischen Empire nicht vorhersehen.