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The Individualists in Church and State
Der Individualismus als umfassendes gesellschaftliches Phänomen begann sich im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Theorien über den Gesellschaftsvertrag und die natürlichen Rechte bemerkbar zu machen.
Weniger bekannt ist, dass der Individualismus zu dieser Zeit auch die Kirche zu durchdringen begann, die als Transmissionsriemen dafür sorgte, dass diese esoterischen Theorien auf breiter Front Fuß fassen konnten. Das Vehikel dafür war der Erweckungsgeist. Frederic de Rougemont (1801-1876) kritisiert in diesem lebhaften Werk das Phänomen der Erweckung und die intellektuellen Grundlagen, die der berühmte Publizist Alexandre Vinet dafür lieferte.
Die Argumentation ist sowohl doktrinär fundiert als auch polemisch überzeugend. Der Geist der kontinentalen reformierten Kirche weht durch sie hindurch, ein Geist der lehramtlichen Autorität und institutionellen Solidität, der in der heutigen Kirche so sehr fehlt.
Colin Wright hat das französische Original meisterhaft wiedergegeben. Die 152 Seiten sind es wert, genau gelesen zu werden.